Wie man es nicht tun sollte

Drei Geschichten, drei Männer: »Jam«, die neue Kriminalkomödie von SABU, dem japanischen Tarantino

  • Von Felix Bartels
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Nun ist der japanische Filmregisseur Hiroyuki Tanaka, besser bekannt unter seinem Künstlernamen SABU, gewiss oft mit Quentin Tarantino verglichen worden - und selten ergiebig. Doch »Jam«, seine neueste Kriminalkomödie, erinnert in Struktur und Erzählweise tatsächlich etwas an Tarantinos »Pulp Fiction« (1994). Wie dort werden hier drei Storys miteinander verknüpft und wie dort passiert das durch temporale Verschiebung, die einen Teil der dramatischen Spannung besorgt. Wie dort nehmen mitunter Elemente Raum ein, die nicht mehr leisten sollen, als etwas Rätselhaftigkeit in das andernfalls banale Ganovenmilieu zu bringen. Allerdings geht es in »Jam« durchaus um was. Der Film erzählt vom Schicksal dreier Männer.

Hiroshi ist ein erfolgreicher Enka-Sänger (»Enka« ist eine japanische Ausprägung der eher volkstümlichen Schlager- und Schnulzenmusik), der nach einem Konzert von Masako entführt wird, die sich für seinen größten Fan hält. Sie ...


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