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Am Ziel vorbei

Trotz Anti-Iran-Protesten stößt der Mord an General Soleimani in Irak auf Widerstand.

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Nachricht vom Tod des Kommandeurs der iranischen al-Quds-Brigaden, Qassem Soleimani, verbreitete sich schnell in Irak, und traf das Land zum falschesten aller Zeitpunkte: Seit Monaten gehen vor allem junge Iraker auf die Straße, um gegen Korruption und gegen die Regierung zu protestieren. Mindestens 500 Menschen kamen bereits durch Schüsse von Polizei, Militär und Milizen der Volksmobilisierungseinheiten (VME) einem Verbund von überwiegend schiitischen Milizen, ums Leben.

Doch so unorganisiert die irakische Protestbewegung auch ist: Darin, dass man sich ein Land frei von ausländischen Einflüssen, ohne Korruption und Gewalt wünscht, scheint man sich einig. Nun ist das genaue Gegenteil geschehen: In direkter Nähe zum internationalen Flughafen der Hauptstadt Bagdad tötete das US-Militär auf Anweisung von Präsident Donald Trump den General Qassem Soleimani sowie den Kommandanten der VME, Abu Mahdi al Muhandis. Der 65-Jährige war z...


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