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Desaster für Oma-Fans

Mehrere rechte Kundgebungen gegen den WDR stießen am Samstag in Köln auf deutlichen Widerstand

  • Von Sebastian Weiermann
  • Lesedauer: 2 Min.
Sorgen sich vorgeblich um den Ruf der Trümmerfrauen: rechte Demonstranten am Samstag in Köln
Sorgen sich vorgeblich um den Ruf der Trümmerfrauen: rechte Demonstranten am Samstag in Köln

Nachdem die Debatte um die WDR-Satire »Umweltsau« in den letzten zwei Wochen virtuell eskaliert ist, war es schwer zu sagen wie viele Menschen sich am Samstag zu Kundgebungen gegen den WDR und »Zwangsgebühren« versammeln würden. Schon am letzten Wochenende hatten sich kurzfristig etwas 100 Menschen getroffen, unter ihnen Hooligans der rechten »Bruderschaft Deutschland« und protestiert. Antifaschisten aus Köln berichteten danach von versuchten Menschenjagden durch die Rechten.

Wer mit einer Woche mehr Mobilisierung, mit mehr Rechten gerechnet hatte, hatte sich verschätzt. Zu zwei Kundgebungen in Köln, eine direkt am Dom und eine vor dem WDR am Appellhofplatz, versammelten sich gerade einmal 50 Menschen. Absurd geriet dabei der Auftritt des verschwörungstheoretischen Rappers »Master Spitter«, der die »Zwangsgebühren«-Gegner in jeder freien Minute beschallte. Textlich lieferte er einen Querschnitt aller populären Verschwörungstheorien ab.

Unter den Kundgebungsteilnehmern befanden sich ansonsten randständige Figuren der NRW-AfD, wie Theo Gottschalk, der sich als Organisator darstellte, Protagonisten von Pegida-NRW und Thomas Matzke, der ein extrem rechtes Nachrichtenportal betreibt und sogar aus der AfD ausgeschlossen wurde.

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Der Gegenprotest gegen das Sammelsurium aus Rechten und Verschwörungstheoretikern war mit etwa 1000 Menschen um ein Vielfaches größer. Die Antifaschisten schafften es immer wieder, die Rechten einzukreisen und zu übertönen. Konfus wirkte dabei die Polizeitaktik. Die Beamten versuchten immer wieder, Rechte durch Gegendemonstranten zu leiten, was mehrfach zu Auseinandersetzungen führte.

Bei einem Zwischenfall auf der Abreise der rechten Kundgebungsteilnehmer wurde laut Augenzeugen Pfefferspray von Rechten eingesetzt und ein Messer gezückt. Eine weitere für Sonntag geplante Kundgebung sagten die Rechten aus »Sicherheitsgründen« ab.

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