Der feine Unterschied

Berlin wird die Hauptstadt der Liebe 3.0 - im Roman »Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten« von Emma Braslavsky

  • Von Stefanie Roenneke
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Ein Mann posiert neben sich selbst. Geht das? Klar: Es ist der japanischer Robotiker Hiroshi Ishiguro, der sich einen maschinellen Zwilling geschaffen hat, den Geminoid HI-5. Beide haben dunkles fülliges Haar, tragen eine Brille sowie ein braun-schwarzes Hemd. Gesichtszüge und Hautbild, sogar die Mimik beim Sprechen gleichen sich. Selbstverständlich klingt auch Ishiguros Stimme aus dem Maschinen-Ich. Für ebensolche Verblüffung sorgt der humanoide Roboter »Sophia« von Hansons Robotics, der es dank fortgeschrittener KI-Ausstattung bereits zu einer Art Popstar-Status geschafft hat.

Solche technisch avancierten Produkte sorgen für Staunen über die Leistung der Erfinder sowie über die hohe Rechenleistung der Maschinen. Diese Geschöpfe hinterlassen beim Betrachter aber auch ein ungutes Gefühl, das sich ab einem bestimmten Niveau menschlicher Ähnlichkeit beobachten lässt und als »Uncanny-Valley-Effekt« bekannt ist. Wünscht man sich, so ein Pr...


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