Nummer 5716 im Extremistenregister

In Russland besorgen zwei neue Urteile gegen Anarchisten die Opposition

  • Von Ewgeniy Kasakow
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Demonstration in St. Petersburg

Das neue Jahr begann für russische Aktivisten mit deftigen Strafen. Noch kurz vor Ablauf des Jahres 2019 fielen Gerichte zwei Urteile in Prozessen, die seit längerem die Aufmerksamkeit der oppositionellen Öffentlichkeit auf sich zogen - in Petrosawodsk gegen Jekaterina Muranowa (Pawljutschenja), wenig später in Moskau traf es Dmitri Butschenkow.

Gegen Butschenkow, den Aktivisten der anarchistischen Organisationen »Autonome Aktion« und der davon abgespaltenen »Narodnaja Samooborona« (»Volksselbstverteidigung«), wurde bereits seit 2012 ermittelt. Bei den Protesten gegen die Wahlmanipulation vom 6. Mai in der Hauptstadt des besagten Jahres soll er mehrere Polizisten durch Schläge und Pfefferspray verletzt, zudem mehrere Dixi-Toiletten umgeworfen haben.

Als Beweis fungieren Videoaufnahmen, jedoch bestreitet die Verteidigung, dass die abgebildete Person überhaupt der Angeklagte sei. Denn Butschenkow war, laut eigener Aussage, am b...


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