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Die Antwort ist Debatte

Markus Drescher über die Forderung nach einer Klarnamenpflicht im Netz

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.

Wer sich im Internet in sozialen Medien bewegt, soll das unter seinem Klarnamen tun. Diese Forderung gibt es ebenso regelmäßig - zuletzt war es nun Wolfgang Schäuble -, wie sich zwangsläufig Protest dagegen erhebt. Der Wunsch, der Beleidigungen und Bedrohungen im Netz Herr zu werden, ist dabei ebenso verständlich wie der nach Anonymität. Deren Nutzen sich ja nun wahrlich nicht darin erschöpft, dass Leute unerkannt bleiben, die gegen Anstand und Strafgesetzbuch verstoßen. Wird sich im Internet doch hauptsächlich völlig legal und mit einwandfreiem Benehmen über wirklich alles ausgetauscht - darunter eben auch Dinge, für die es Anonymität braucht.

Wie also die berechtigten Interessen unter einen Hut bekommen? Wie die negativen Seiten des Internets beschränken, ohne auch die positiven einzuschränken oder gleich in der totalen Überwachung zu landen? Diese Aufgabe ist so komplex wie das Netz selbst und verschließt sich einer einfachen Antwort.

Beim Stichwort Debattenkultur, das derzeit so oft bemüht wird - sollte es da nicht auch eine Antwort sein, die Ergebnis einer Debatte ist? Einer beispielhaften zumal, die Politik, Strafverfolgungsbehörden, Bürgerrechtler, Internetaktivisten, IT-Experten und sonstige relevanten Gruppen versammelt und berücksichtigt? Wer die Debattenkultur ändern möchte, könnte auch damit beginnen, die Debattenkultur zu ändern.

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