Barmherzigkeit genügt nicht

Gerhard Grote plädiert für eine solidarische Weltordnung

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
Ob per Revolution oder Transformation – eine solidarische Weltordnung tut dringend not.

Man ist versucht, ihn den Jean Ziegler des Ostens zu nennen. Gleich dem Schweizer Soziologen, der unermüdlich gegen die «kannibalische Weltordnung» streitet, geißelt auch Gerhard Grote, emeritierter Professor der Hochschule für Ökonomie in Berlin-Karlshorst, Gebrechen und Verbrechen des globalen Kapitalismus - wie sein Bruder im Geiste schöpfend aus einem enormen Erfahrungsschatz, profundem Wissen, immenser akribischer Lektüre und aufmerksamem Verfolgen des Zeitgeschehens. In seiner neuen Publikation flicht Grote - wie Ziegler in seinen Büchern - auch persönliche Erlebnisse ein. La petite difference: Den ehemaligen UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung hat es in weit mehr Länder der Erde verschlagen als den ostdeutschen Ökonomen. Eine weitere Gemeinsamkeit: Beide fühlen sich den nachwachsenden Generationen verpflichtet, sind Fans von Greta Thunberg und freuen sich über die «Friday for Future»-Bewegung. Seine im vergangene...


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