Frist ist Frust

Ein Studierenden-Bündnis macht wegen Arbeitsverträgen Druck auf die Landesregierung

  • Von Jonas Wagner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Wer im Mittelbau einer deutschen Uni befristet beschäftigt ist, hat wenig zu lachen.

Vor dem Brandenburger Landtag in Potsdam sind reihenweise Umzugskartons aufgebaut. Darauf kleben Zettel. »Ich bin dann mal weg«, steht dort etwa, darunter prangt ein Befristungsdatum. Neben den Kartons steht eine Person im gelben Pacman-Kostüm, auch zwei Transparente werden hochgehalten. Das Ganze dient am Mittwochmittag als Kulisse für die Kundgebung des Bündnisses »Frist ist Frust Brandenburg«, das sich gegen prekäre Arbeitsbedingungen an Hochschulen einsetzt.

»Unser größtes Problem sind die befristeten Verträge überall in den Hochschulen«, sagt Sabrina Arneth, Soziologie-Studentin an der Uni Potsdam und aktiv bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Rund 50 Teilnehmer*innensind gekommen. Anlass des Protests ist der neue »Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken«. Der Bund stellt demnach den Ländern ab 2021 jährlich 1,88 Milliarden Euro und ab 2024 sogar 2,05 Milliarden Euro für die Hochschulen bereit.

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