Kohlekumpel gehen, Medizinstudenten kommen

Brandenburg muss den Strukturwandel in der Niederlausitz organisieren. Bundesmittel allein werden nicht reichen

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ab wann lohnt es sich überhaupt noch, das Dach des Eigenheims neu zu decken, eine moderne Heizungsanlage einzubauen? Wo ziehe ich hin, wenn mein Dorf für den Braunkohletagebau abgebaggert wird? Das waren quälende Fragen, die über viele Jahre hinweg Hunderten, wenn nicht Tausenden Menschen in der Lausitz schlaflose Nächte bereiteten. Zwar versprach einst Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD), der bis 2002 im Amt war und Ende 2019 starb, Horno werde das letzte Dorf im Land sein, das weichen müsse. Doch zwischenzeitlich drohte auch Grabko, Atterwasch und Kerkwitz dieses Schicksal, bis die Lausitzer Energie AG (LEAG) den Tagebau Jänschwalde-Nord aus ihren Plänen fürs Revier strich.

Der Kohlekompromiss könnte nun auch noch Proschim retten. Denn nach dem Abschaltplan für die deutschen Braunkohlekraftwerke lasse sich der Tagebau Welzow-Süd II nicht mehr begründen, meint René Schuster von der Grünen Liga. Das ist für ihn die...


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