Mütter würden mehr lohnarbeiten

Für den Ausbau der Ganztagsbetreuung hat Ministerin Giffey ein interessantes Argument

  • Von Lotte Laloire
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Grundschülerin in einem Kinderhort der Gerhart-Hauptmann-Schule in Mannheim

»Und, wo ist dein Kind gerade?« - würde die Schriftstellerin und Moderatorin Ninia LaGrande eine Strichliste führen, wie oft sie und ihr Mann sich diese Frage anhören müssen: Sie würde mit Abstand gewinnen, schreibt sie auf der Seite »was-verdient-die-frau.de« vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Auch Vorwürfe wie den der »Rabenmutter« müssen Frauen in Deutschland noch immer ertragen; in vielen anderen Sprachen gibt es nicht einmal das Wort.

Diese Geringschätzung für Frauen mit Doppelbelastung könnte aufhören, wenn der Staat eine bessere Kinderbetreuung stellen würde. Wenn es mehr Betreuungsplätze gäbe, würden mehr Mütter einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die am Montag in Berlin präsentiert wurde. Die Erwerbsquote von Müttern könnte demnach um zwei bis sechs Prozentpunkte steigen. Im Fazit des Gutachtens ist sogar von 40 000 bis 100 000 ...


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