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Was das wieder kostet

Lotte Laloire ist skeptisch, ob Kinderbetreuung zum Nulltarif möglich ist

  • Von Lotte Laloire
  • Lesedauer: 2 Min.
Kinderbetreuung: Was das wieder kostet

Wörter wie »selbstfinanziert« hören Fans der Schwarzen Null gerne. Ministerin Franziska Giffey (SPD) hat es genutzt, als sie am Montag vorgerechnet hat, wie sich der Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder lohnt.

Das ist schlau. Doch es ist sehr optimistisch. Denn wer an den vielerorts katastrophalen Betreuungsschlüssel - und somit auch an das Kindeswohl - denkt, weiß: Schon jetzt fehlt im Erziehungsbereich Personal. Für den geplanten Ausbau werden noch einmal mehr als 33 000 Erzieherinnen und Erzieher an Grundschulen gebraucht, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus Nürnberg vor einer Woche aufgezeigt hat. Damit sich so viele Fachkräfte finden, muss die Branche aufgewertet werden. Und zwar wortwörtlich: mit höheren Löhnen und besserem Betreuungsschlüssel. Dann würden sich auch mehr Männer, die sich die Arbeit mit Kindern vorstellen können, für diesen Beruf entscheiden. Die Kosten dafür sollte Giffey einkalkulieren und das nötige Geld im nächsten Haushalt von Finanzminister Olaf Scholz fordern.

Ein weiterer sinnvoller Schritt wäre es, weniger Menschen abzuschieben. Ständig müssen potenzielle Erzieher*innen Deutschland verlassen, weil das Aufenthaltsrecht es so will oder ihre Zeugnisse nicht anerkannt werden. Dies zu ändern würde übrigens gar nicht viel kosten - außer die Nerven, sich gegen das abschiebegeile Innenministerium aufzulehnen.

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