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Versuch des Unmöglichen

Martin Ling über den Klimawandel und das Weltwirtschaftsforum

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: 2 Min.

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche! Diese Formel soll unter anderem der argentinisch-kubanische Revolutionär Che Guevara bemüht haben. Und diese Formel liegt dem Ansatz der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg zugrunde, die beim Weltwirtschaftsforum in Davos radikale Anstrengungen beim Kampf gegen den Klimawandel anmahnte: »Wir müssen unsere Emissionen nicht reduzieren. Unsere Emissionen müssen aufhören.« Selbst der Utopistin Thunberg ist klar, dass das nicht von heute auf morgen geht, aber gehandelt werden muss jetzt: Alle Investitionen in die Gewinnung fossiler Brennstoffe müssten sofort gestoppt werden.

Die Fakten geben Thunberg recht. Allen Klimaabkommen von Kyoto über Paris bis Madrid zum Trotz sind die CO2-Emissionen global Jahr für Jahr weiter gestiegen, lediglich die Anstiegsraten konnten reduziert werden. Dass das nicht reicht, um den Klimawandel und seine verheerenden Folgen für Umwelt und unzählige Menschen einzudämmen, ist unter seriösen Wissenschaftlern unumstritten. Spätestens 2020 müssten nach deren Szenarien die CO2-Emissionen massiv zu sinken beginnen. Das ist nicht in Sicht.

Protestzug durch Schnee und Eis
Über 1000 Menschen demonstrieren wandernd gegen das Weltwirtschaftsforum in Davos

Thunberg war 2020 zum zweiten Mal in Davos. 2019 waren die weltweiten Demonstrationen von Fridays for Future noch Zukunftsmusik. Nur wenn das Unmögliche geschafft wird - der Übergang in eine solare, solidarische Produktionsweise und Gesellschaft -, gibt es eine realistische Chance für die nachkommenden Generationen.

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