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Alles dicht beieinander – der Hamburger Hafen, die Speicherstadt und die Elbphilharmonie.

Ein Reisebonbon zum Frühlingsbeginn

Hamburg früher und heute mit exklusivem Konzert in der Elbphilharmonie

Von Heidi Diehl

Hamburg kann man immer wieder besuchen, nie wird es langweilig in der Hafenstadt. Aber nicht immer hat man das Glück, dass gerade die Mailänder Scala in der Elbphilharmonie ein Konzert gibt. Und mal so einfach eine Karte für das Konzerthaus zu bekommen, gleicht der Chance, die Nadel im Heuhaufen zu finden.

Mit Ihrem »nd« aber können sie alles auf einmal erleben: Kommen Sie mit auf diese einmalige Leserreise in die Hansestadt! Sie werden nicht nur Hamburg mit seiner Geschichte und Gegenwart erkunden, sondern dürfen auch bei einem exklusiven Konzert des Orchesters der Mailänder Scala in dem stets ausverkauften Konzerthaus dabei sein. Anlässlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven bringt das berühmte Orchester unter Leitung von Riccardo Chailly, der zehn Jahre lang dem Leipziger Gewandhausorchester den Takt angab, »Beethoven dynamisch und leicht« zu Gehör.

Wenngleich natürlich dieser Konzertbesuch am zweiten Tag der Leserreise ein ganz besonderes Bonbon und absoluter Höhepunkt sein wird, ist auch der »Rest« nicht zu verachten. Am ersten Tag werden wir nach einer bequemen Anreise zunächst in unserem Hotel im Herzen der Stadt Quartier beziehen, um dann von dort aus in die Geschichte der Stadt einzutauchen. Unser Weg führt uns in die nahe gelegene hundertjährige Speicherstadt, die nicht nur eines der Wahrzeichen Hamburgs ist, sondern seit 2015 auch den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes trägt. Vorbildlich saniert, erzählen die ab 1883 auf Eichenpfählen erbauten Lagerhäuser vom Handel und Wandel der Hansestadt.

Das Viertel ist durchzogen von sogenannten Fleeten - Kanälen, die je nach Gezeitenstand geflutet sind und dann auch mit dem Schiff befahren werden können. Wir spazieren an der Alten Kaffeebörse vorbei, besichtigen den einzigen Hinterhof der Speicherstadt und werden erfahren, warum einst der Teppichhandel das Viertel vor dem Abriss gerettet hat.

Genauer schauen wir uns dann das Gewürzmuseum an, das sich in einem 128 Jahre alten Speicher befindet. Dort erzählen mehr als 900 Exponate aus fünf Jahrhunderten die Geschichte vom Anbau bis zur Verwendung der Gewürze. Etwa 50 davon kann man anfassen, riechen und verkosten. Lassen Sie sich am Ende der Sinnestour eine Tasse Gewürzkaffee oder ein Glas Gewürztee schmecken! Bevor Sie sich nach einem erlebnisreichen Tag langmachen, werden wir noch einen gemeinsamen fröhlichen und genussvollen rustikalen Abend in einem der ältesten Brauhäuser der Stadt verbringen.

Nach dem Frühstück am folgenden Morgen startet der Bus zu einer großen Stadtrundfahrt. In den nächsten vier Stunden werden wir zahlreiche Sehenswürdigkeiten vom Bus aus erleben - oder sie bei einigen Zwischenstopps selbst unter die Füße nehmen. Wer schon immer mal trockenen Fußes die Elbe durchqueren wollte, bekommt in der Stadt, die auch das »Tor zur Welt« genannt wird, endlich die Gelegenheit: bei einem Spaziergang durch den Alten Elbtunnel.

Anschließend begleitet Sie unser lokaler Gästeführer zu einem der großen Wahrzeichen der Stadt, dem Hamburger Michel. Die evangelische Hauptkirche St. Michaelis gilt als die berühmteste Barockkirche Norddeutschlands und hat schon so manches Drama erlebt. Den ersten Bau von 1647 traf am 10. März 1750 der Blitz - er brannte komplett ab. Noch im gleichen Jahr begann der Wiederaufbau des Gotteshauses, doch auch das stand unter keinem guten Stern. Bei Lötarbeiten 1906 fing das Gebäude Feuer und brannte erneut nieder. Die heutige Kirche präsentiert sich so, wie sie im dritten »Versuch« 1912 eingeweiht wurde. Sicher werden wir vieles über das Auf und Ab des Michels erfahren, bevor wir uns nach einem kleinen Orgelkonzert von dem legendären Wahrzeichen verabschieden und dann bis zum späten Nachmittag Freizeit zum Bummeln, Schauen, Kaffeetrinken oder Einkaufen haben.

Nach einem Abendessen in einem schicken Bistro mit Blick auf den Hamburger Hafen begeben wir uns zur Elbphilharmonie, wo vor dem Konzertbeginn noch genügend Zeit bleibt, den Blick von der Terrasse hoch über Hamburg auf die Stadt zu genießen und das Gebäude zu erkunden.

Am nächsten Morgen tauchen wir noch einmal in die Geschichte ein und besuchen das Auswanderermuseum BallinStadt Hamburg. Es erzählt von den Träumen und Hoffnungen vieler Menschen, die von hier aus aufbrachen, um ihr Glück in der Ferne zu suchen. Der Hamburger Reeder Albert Ballin fasste vor 120 Jahren den Entschluss, eine Zufluchtsstätte für die Auswanderer auf der Zwischenstation ihrer Reise in die Neue Welt zu schaffen. In einem Teil des heutigen Museums, das sich über 2500 Quadratmeter in drei Häusern erstreckt, kann man den Gründer kennenlernen und von vielen persönlichen Schicksalen erfahren. Viele Menschen kommen auch hierher, um im Familienforschungszentrum auf Spurensuche nach ihren Vorfahren zu gehen, die vor Generationen Deutschland den Rücken kehrten.

Leider ist unsere Entdeckungstour damit schon fast vorbei. Nach einem Mittagsimbiss im Auswanderermuseum bringt uns der Bus zurück nach Berlin. Zögern Sie nicht lange, wenn Sie schon immer mal ein Konzert in der Elbphilharmonie erleben wollten! So schnell wird sich solch eine Gelegenheit nicht wieder ergeben. Und wie gesagt, Hamburg ist immer einen Besuch wert.

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