Macron bleibt stur

Frankreichs Regierung drückt ihre Reform des Rentensystems durch. Von Ralf Klingsieck , Paris

  • Von Ralf Klingsieck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Unbeeindruckt von den Demonstrationen und Arbeitsniederlagen des siebenten Streik- und Aktionstages hat der Ministerrat unter Vorsitz von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Freitag den Gesetzentwurf für die Rentenreform verabschiedet. 50 Tage Streik bei der Staatsbahn SNCF, 45 Tage bei den Pariser Verkehrsbetrieben RATP, viele kleinere und kürzere Streiks sowie ein halbes Dutzend Aktionstage mit Hunderttausenden Teilnehmenden konnten die Regierung nicht zum Einlenken bewegen - ganz zu schweigen von einer kompletten Rücknahme, wie sie die Gewerkschaft CGT noch immer fordert.

Anders als bei vergleichbaren Auseinandersetzungen in der Vergangenheit, die schließlich zum Verzicht auf Reformen oder ihre Abänderung geführt haben, gibt es im Streit um die Renten keine Einheitsfront der Gewerkschaften. Die Streiks und Demonstrationen gegen die Reform werden alle...


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