Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Eine unvollendete Revolte

Vor 50 Jahren begann der Aufstand gegen den philippinischen Machthaber Marcos.

  • Von Rainer Werning
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Nach einem blutigen und kostspieligen Wahlkampf 1969 hielt Ferdinand E. Marcos - als erster im Amt bestätigter Präsident der Philippinen - am 26. Januar 1970 seine »Rede an die Nation«. Unerwartet hatten sich aber auch rund 50 000 Menschen - Studenten, Arbeiter, Bauern und fortschrittliche Intellektuelle - vor dem Kongressgebäude in Manila versammelt, um ihre Ansichten zur Lage der Nation lautstark kundzutun.

Sie bezichtigten Marcos der Wahlfälschung und protestierten gegen Korruption und den bleibenden Einfluss der USA. Es kam zum Handgemenge und dann zu einer wahren Prügelorgie. Im Zusammenstoß mit zwischenzeitlich herangerückten 7000 Polizisten und Soldaten wurden zahlreiche Demonstranten teils schwer verletzt. Und Marcos verkündete mit sonorer Stimme, »ein Mob, aufgestachelt von Kommunisten«, setze alles daran, »Anarchie zu säen.«

Die Auseinandersetzungen eskalierten, als sich am 30. und 31. Januar 1970 Protestierende vor...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.