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Fahrradfreundlich geht anders

Marie Frank über die stockende Verkehrswende

  • Von Marie Frank
  • Lesedauer: 2 Min.

Fünf tote Radfahrer*innen in nur sechs Wochen - Berlin beginnt das neue Jahr mit einem Negativrekord. Bereits jetzt sind fast so viele Radler*innen durch Verkehrsunfälle gestorben wie im gesamten vergangenen Jahr. Wer selbst im Hauptstadtverkehr mit dem Fahrrad unterwegs ist, weiß, auf den Straßen herrscht Krieg und Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sind die Verlierer*innen.

Höchste Zeit also, dass der Senat nun einen Runden Tisch einberuft, um Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit zu finden. Schließlich ist die Mobilitätswende erklärte Herzensangelegenheit des Mitte-links-Bündnisses. Wenn jede Woche ein*e Radfahrer*in durch abbiegende Autos totgefahren wird, wirkt das eher unglaubwürdig. Dabei ist das mit der Glaubwürdigkeit angesichts des stockenden Ausbaus der Fahrradwege eh schon so eine Sache.

Dass die Verkehrssenatorin nun nach Maßnahmen sucht, »die kurzfristig Abhilfe schaffen«, weil der in die Wege geleitete Stadtumbau »jahrelang« dauere, klingt nicht so, als würde die Verkehrswende zeitnah kommen. Dabei zeigen die jüngsten Todesopfer des Autowahnsinns deutlich: Es braucht nicht nur weniger Autos in der Innenstadt, diese müssen auch besser vom Radverkehr getrennt werden. Wer steigt schon freiwillig vom Auto aufs Rad um, wenn er fürchten muss, an der nächsten Kreuzung umgenietet zu werden. Dabei ist der Radverkehr eine wichtige Alternative, denn mit seinem ÖPNV-Angebot lockt Berlin sicher niemanden hinterm Lenker hervor.

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