Neues Kabinett für alten Johnson

Der britische Premier setzt nach dem Abgang von Finanzminister Sajid Javid auf Millionär

  • Von Ian King, London
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Noch im Dezember gute Freunde, gehen Premier Johnson und Finanzminister Javid nun getrennte Wege.

Die von Johnsons Chefberater Dominic Cummings angemahnte radikale Kabinettsverkleinerung von 32 Ministerinnen und Minister auf etwa die Hälfte blieb aus. Ein paar besonders Unfähige sowie andere mögliche Johnson-Gegner bekamen den Laufpass; jüngere, vermeintlich zuverlässige Jasager traten an ihre Stelle.

Die größte Sensation: Finanzminister Sajid Javid nahm nach Streit mit Johnson den Hut, bevor er seine erste Haushaltsrede im Parlament halten konnte. Der Garant der Stabilitätspolitik gegen finanzielle Extravaganzen ging völlig überraschend, weil er nicht bereit war, seine Berater von Johnson in die Wüste schicken zu lassen. Nachfolger wird Javids bisheriger Stellvertreter Rishi Sunak, ein junger Mann, der dem Premier ein gehorsamer Diener sein soll. Damit wird der Sohn eines pakistanischen Busfahrers von dem Ehemann einer Millionärin ersetzt. Andere wichtige Minister - Außenminister Dominic Raab, Innenministerin Priti Patel und Johns...


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