Noch 103 von 160 Vorständen ohne Frauen

Die IG Metall unterstützt ein Quoten-Gesetz, das die Spitzen deutscher Unternehmen weiblicher machen soll

  • Von Simone Schmollack
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
elbst Gewerkschaften haben kaum weibliche Bosse: Christiane Benner ist Vize-Chefin der IG Metall.

»Sie haben uns an Ihrer Seite«, sagt Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, mit fester Stimme in Richtung Christine Lambrecht. Die SPD-Politikerin und Justizministerin hatte auf einer Tagung der IG Metall am Mittwoch in Berlin über ihren jüngsten Vorstoß für mehr Frauen in Vorständen gesprochen: »Wir müssen den Fuß in die Tür kriegen.«

Ende November hatten Lambrecht und Frauenministerin Franziska Giffey, ebenfalls SPD, Pläne für eine Frauenquote in Vorständen vorstellt. Die soll, ähnlich wie das seit 2015 geltende Gesetz für Aufsichtsräte, dafür sorgen, dass auch in Vorständen Frauen angemessen vertreten sind. Seit die 30-Prozent-Quote für Aufsichtsräte eingeführt wurde, ist der Frauenanteil in diesen Gremien laut der Organisation Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR), von 18,4 auf 31 Prozent angestiegen. Bei den Vorständen beträgt er gerade einmal 9 Prozent.

Den Fuß in die Tür zu kriegen ist aber gar nicht so ein...


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