Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Oklahoma will wieder Hinrichtungen per Giftspritze vollstrecken

Gouverneur »zuverlässige Versorgung« mit Todessubstanzen / Erste Termine können in rund fünf Monaten beantragt werden

  • Lesedauer: 1 Min.

Oklahoma City. Der US-Bundesstaat Oklahoma will wieder Hinrichtungen mit der Giftspritze vollstrecken. Es sei eine »zuverlässige Versorgung« mit Substanzen gefunden worden, um die Hinrichtungen wieder aufzunehmen, erklärten Gouverneur Kevin Stitt, Justizminister Mike Hunter und der Leiter der Gefängnisbehörde, Scott Crow. Erste Termine können demnach nach Ablauf einer 150-Tagesfrist - also in rund fünf Monaten - beantragt werden. Der Tod durch die Injektion gilt als qualvoll für die Verurteilten. Die Gifte werden oft falsch dosiert.

Fünf Jahre ist es her, dass in Oklahoma der letzte Todeskandidat hingerichtet wurde. Damals wurde ein Mittel eingesetzt, das für eine Exekution gar nicht vorgesehen war. Viele Bundesstaaten haben zunehmend Schwierigkeiten, Todeskandidaten mit der Giftspritze hinzurichten. Denn viele Pharmakonzerne wollen nicht mehr, dass mit ihren Substanzen getötet wird, und weigern sich, Wirkstoffe zu liefern. Auch Oklahoma hatte Beschaffungsprobleme.

Seit der Oberste Gerichtshof 1976 Hinrichtungen wieder zuließ, wurden nach Angaben des Death Penalty Information Center in den USA 1515 Todesurteile vollstreckt. Die meisten Exekutionen gab es seitdem in Texas (569), gefolgt von Virginia (113) und Oklahoma (112). dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln