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Tolkien in Halle

Von Mammutelfenbein zu Silizium: Die Ausstellung »Ringe der Macht« zeigt die Geschichte eines Statussymbols

  • Von Hubert Thielicke
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Eine Geschichte wie ein antiker Krimi: 1785 wird in England ein Ring aus der Römerzeit gefunden; die Ringgravur deutet auf einen Träger namens Senicianus hin. Etwa 100 Jahre später taucht, ebenfalls in England, in den Überresten eines dem Gott Nodens geweihten römischen Tempels ein Bleitäfelchen auf, dessen Inschrift eine mögliche Spur zum Ring aufweist: Einem gewissen Silvianus sei ein Ring abhanden gekommen, weshalb er eben jenen Senicianus als Dieb verflucht. Jahre später wendet sich ein Archäologe, der einen Zusammenhang zwischen Ring und Täfelchen sieht, an J.R.R. Tolkien, der damals in Oxford lehrt, und bittet um Hilfe hinsichtlich des Götternamens Nodens. Möglicherweise wurde Tolkien durch beide Funde zu seinem Fantasy-Werk »Der Herr der Ringe« inspiriert. Darin verheißt der »Eine Ring« seinem Träger zwar unendliche Macht, verdirbt jedoch den jeweiligen Besitzer.

In vielen alten Mythen bis hin zu Tolkien und Richard Wagner besit...


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