Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Das Elend der Tagelöhner

In Spanien ist die soziale Lage laut einem UN-Bericht ganz besonders schlecht

  • Von Ralf Streck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Schlimmer hätte für Spanien die Beurteilung kaum ausfallen können. Philip Alston, seit 2014 Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen (UN) für extreme Armut, weiß, was katastrophale Zustände sind. Der Australier ist entsetzt darüber, dass er bei einem zwölftägigen Besuch in Spanien extreme Armut ausgerechnet in Europa feststellen musste: »Ich fand Arbeitersiedlungen unter Bedingungen vor, die mit den schlechtesten konkurrieren, die ich je auf der Welt gesehen habe.«

Besucht hat er sechs Regionen, aber besonders erschreckt haben ihn Hüttendörfer im südspanischen Andalusien, wo Flüchtlinge und Einwanderer »wie Tiere leben« müssen. Als Tagelöhner in der Ernte verdienen sie pro Tag nicht einmal 30 Euro und damit deutlich weniger als den Mindestlohn. Die Lager befinden sich oft Kilometer entfernt vom Zugang zu Wasser, Elektrizität oder sanitären Einrichtungen. »Ich habe hier schlechtere Siedlungen als in Flüchtlingscamps gesehen«, ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.