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Mexikos Grauen

Jeden Tag werden zehn Frauen ermordet

  • Von Wolf-Dieter Vogel, Oaxaca
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Sonnenuntergänge, weiße Blüten, Strände, Tierfotos: Tausende Bilder kursieren derzeit im Netz unter dem Hashtag IngridEscamilla. Der Name der 25-jährigen Mexikanerin, die von ihrem Freund getötet wurde, ist zum Symbol geworden. Nicht nur für die massive Gewalt gegen Frauen in Mexiko, sondern für ihre Entwürdigung auch noch nach dem Tod. Die Aufnahme ihrer verstümmelten Leiche am Straßenrand wurde vermutlich von der Polizei an die Redaktionen mehrerer Zeitungen weitergeleitet.

Die Fotos sorgten für landesweite Empörung und führten zu der ungewöhnlichen Aktion im Internet. »Wir füllen den Hashtag ihres Namens mit schönen Bildern«, erklärt eine Nutzerin. Eine andere ergänzt, die Tote ansprechend: »Um denen den Spaß zu verderben, die dich aus Sensationslust suchen.«

Zwischen Regenbogen und Blumenbildern schieben sich immer wieder Fotos von wütend demonstrierenden Frauen. Denn in vielen Städten Mexikos gehen Feministinnen und Ange...


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