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Wie ein verlorener Köter

»Generation«: Die Dokumentation »Perro« begleitet einen Jungen in Nicaragua, der aus dem Dorf in die Stadt muss

  • Von Maximilian Schäffer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Perro und seine Großmutter besitzen eine Hütte, ein paar Hühner und ein Hausschwein im Dschungel - Hausrat, der etwa dem Gegenwert eines deutschen Tageslohns entspricht. Sie ernten Kokosnüsse und Kochbananen, fischen im Meer, leben mit den Gezeiten und dem Urwald. Perros Kindheit kennt die Abgrenzung von Arbeit und Freizeit nicht. Stöcke durch den matschigen Boden schleifen, Boote durch Flüsse manövrieren, wilde Pflanzen abreißen, mit den Altersgenossen keilen und wandern, das sind jeweils Routinen des Spiels, die sich vom Überlebenskampf, dem nicht nur sprichwörtlichen Broterwerb, kaum unterscheiden.

Ob man angesichts dieser Lebensumstände von »idyllisch« sprechen kann, ist schwierig zu beurteilen. Lesen kann der Zwölfjährige nur mühsam. Wenn er etwas entziffert, dann Verse aus der Bibel, die er der schwer gläubigen Großmutter auf Spanisch rezitiert. Mündlich tradierte Umgangssprache ist Kreol, eine in dieser Form auf dem Englischen ba...


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