Der Kampf ums Gasnetz

Durch eine Rekommunalisierung will Berlin Einfluss auf die Energiewende nehmen.

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Wären die Energienetze - Strom- , Gas- und Wärmenetz - im Besitz des Landes Berlin, könnte die Metropole viel besser Einfluss auf die dringend nötige Energiewende nehmen. Mit der sogenannten Power-to-Gas-Technologie etwa könnte Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne in Gas umgewandelt und gespeichert werden. Das dafür nötige Leitungsnetz wäre vorhanden. Auch für die ambitionierten Klimaziele - bis spätestens 2050 will die Hauptstadt klimaneutral sein - wäre ein Zugriff auf die Netzinfrastruktur extrem relevant. Ein Beispiel: Wenn Berlin derzeit seine neuen Stadtquartiere plant, hat es keinen Einfluss, wo welche Leitungen verlegt werden. »Durch die Konzessionsvergabe kann die Gasag Leitungen hinlegen, wo sie will«, kritisiert der Energieexperte der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Stefan Taschner. Und: »Wir können als Land Berlin die Gasag nicht verpflichten, sich in die gesamtstädtische...


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