Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Die laue Liebe der unpolitischen Wesen

Die Leipziger Buchmesse ist abgesagt, aber wer bekommt ihren Preis? Shortlist-Check Teil 2: Leif Randts »Allegro Pastell«

  • Von Michael Wolf
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vor einigen Jahren trug Leif Randt bei einer Lesung nicht nur aus seinem damals neuen Roman, sondern auch aus seinem Reisetagebuch vor, das er als Kind geführt hatte. Die Ähnlichkeit der Schreibstile war verblüffend. Randt, so scheint es, hat seine Sprache nicht entwickelt, er hat sie einfach.

Der 36-jährige gehört zu den stilsichersten Autoren seiner Generation. Distanziert und kontrolliert erzählt er seine Geschichten, und lässt doch jeden Satz ganz organisch, wie natürlich gewachsen auf den vorherigen folgen. Sein Sprache gleicht den Bewegungen auf bei einer Technoparty. Randt lauscht in die Gegenwart hinein und lässt seine Wörter zu diesem Sound tanzen. Am beeindruckendsten gelang ihm das bei seinem vorletzten Roman »Schimmernder Dunst über CobyCounty«, der in einem fiktiven Touristenparadies spielt, in dem alle immer glücklich zu sein scheinen.

Doch schon bald zeigten sich Risse in dieser besten aller möglichen Welten. D...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.