»Wir wollen Taten sehen«

In Hanau fand die zentrale Trauerfeier für die Opfer des rechten Terroranschlags statt

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wer waren die Ermordeten von Hanau? Zusammenfassende Worte sind schwierig. Vor allem waren sie überwiegend jüngere Arbeiter mit festen Wurzeln in der hessischen Industriestadt am Main. »Diese Opfer waren keine Fremden, sondern Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Stadt, unserer Region, unseres Landes«, sagte am Mittwochabend auch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Er sprach vor 650 Gästen im bis auf den letzten Platz gefüllten örtlichen Congress Park. Die Ermordeten seien allein wegen ihres »vermeintlichen Andersseins« getötet worden, erklärte er weiter. Und fügte hinzu: »Wir sind mehr und wir sind stärker als euer Hass.« Diese Worte richtete der Oberbürgermeister an die Adresse »aller Rassisten, die mit ihren Parolen unsere Stadt und unser Land vergiften«.

»Hass und Rassismus liegen nah beieinander«, erklärte wiederum in einer ergreifenden Rede Ajla Kurtović, die bei dem Anschlag ihren Bruder Hamza Kenan Kurtović verloren ...


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