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Rollenwechsel als Chance

Zwei Berliner Tanzlehrerinnen über die Dialektik von Führen und Folgen

Es gibt heute zumindest in großen Städten eine queere Tanzszene, ebenso Wettbewerbe für gleichgeschlechtliche Paare. Wo wird die strikte Aufteilung »Männer führen, Frauen folgen« außerdem aufgehoben?
Biggi Garten: Auf alle Fälle bei älteren Frauen, meist bei einem Männermangel. Das sind vorwiegend heterosexuelle Frauen. Und da Frauen tanzen einfach lieber als Männer.

Marion Schmidt: Angefangen hat es vielleicht mit den Lesbenbällen der 20er Jahre. Wir selbst haben auch so eine Kultur geschaffen, mit Festen und Bällen. 1986 begannen wir, Frauenpaartanzkurse anzubieten. Da wir die ersten in Berlin waren, vielleicht sogar bundesweit, stieß unser Angebot auf eine riesige Resonanz. Das hatte auch damit zu tun, dass wir als Frauenpaar, wie alle Frauenpaare, nicht in die regulären Tanzschulen des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes (ADTV) kamen. Diese Enge störte nicht nur uns und die Schwulen, sondern auch Heteros fanden das nich...



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