Krach schlagen für Kiezkneipe

Beim Syndikat hat sich der Gerichtsvollzieher angekündigt, doch das Kollektiv gibt nicht auf

  • Von Rainer Balcerowiak
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Noch fließt das Bier im Syndikat in Strömen. Jeden Tag, ab 19 Uhr mit Open End? Rund 35 Jahre besteht die linke Kollektiv-Kneipe in der Neuköllner Weisestraße, die sich für viele Anwohner schnell zu einer Art zweitem Wohnzimmer und zum Treffpunkt vieler Initiativen entwickelte.

Doch jetzt tickt die Uhr. Dem Syndikat droht die Räumung. Für den 17. April um 9 Uhr hat sich der Gerichtsvollzieher angekündigt, um das am 26. November vom Landgericht erlassene Räumungsurteil zu vollstrecken. Hintergrund ist die im Juli 2018 ausgesprochene Kündigung zum Ende des Jahres durch den neuen Hausbesitzer.

Zwar gab es anfangs noch das Angebot, einen neuen Mietvertrag abzuschließen. Doch als das Kollektiv darauf eingehen wollte, ging der Besitzer auf Tauchstation und ist seitdem nicht mehr erreichbar. Das Syndikat verweigerte die verlangte Schlüsselübergabe und macht seitdem weiter wie bisher - und zahlt auch die vereinbarte Miete auf das von...


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