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Die Linke und die Gewalt

Eine Notiz aus aktuellem Anlass

  • Von Michael Brie
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Aus der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie ist ein Gespräch zwischen Rosa Luxemburg und August Bebel überliefert, die über viele Jahre ein sehr freundschaftliches Verhältnis zueinander hatten. Luxemburg schreibt darüber in einem Brief an ihren Lebensgefährten Leo Jogiches. Bei dem Gespräch im Oktober 1905 ging es darum, ob die russische Sozialdemokratie an den Duma-Wahlen teilnehmen sollte oder nicht. Während Bebel und Kautsky für die Teilnahme waren, wandte sich Luxemburg dagegen. An Jogiches schrieb sie: »August warf mir (aber sehr freundschaftlich) Ultraradikalismus vor und rief: ›Passt auf, wenn die Revolution in Deutschland kommt, dann steht Rosa auf der linken Seite und ich auf der rechten!‹ Worauf er scherzhaft hinzufügte: ›Aber wir hängen sie auf, wir lassen uns nicht von ihr die Suppe versalzen.‹ Darauf ich ganz ruhig: ›Sie wissen ja noch nicht, wer wen dann aufhängen wird.‹ Bezeichnend.« Am 15. Januar 1919 wurden Rosa ...


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