Appelle reichen nicht

Mit ihrer Notfallplanung sind viele föderale und kommunale Strukturen in Deutschland nicht auf der Höhe der Entwicklung

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen - oder doch nicht? Nach und nach betreffen amtlich befürwortete und dann auch geforderte Absagen immer mehr und immer kleinere Veranstaltungen. Bleiben Interessierte und Fans nun Messen, Konzerten, Opernaufführungen und vielleicht sogar Clubs fern, heißt das noch lange nicht, dass - zumindest in deutschen Großstädten - niemand mehr auf der Straße ist.

Die Nahverkehrsmittel sind voll wie immer, Menschen drängen sich auf engstem Raum, atmen ein und aus. Die wenigsten tragen Atemschutzmasken. Warum auch, könnte man meinen und hoffen, dass das Hygienehilfsmittel wirklich denen zugute kommt, die drauf angewiesen sind, die sich also im direkten Umgang mit Viruskranken schützen müssen oder Schutzmasken beruflich brauchen.

Bislang wurden auch Geschäfte, Restaurants und Einkaufszentren noch nicht geschlossen, ebenso wenig Parkanlagen und Zoos. Das Vorgehen bei den Veranstaltungsabsagen ist widersprüchlic...


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