Anstößiger Preußendeal

Streit um Burg Rheinfels: Gegen einen Vergleich zwischen der rheinland-pfälzischen Stadt St. Goar und der Hohenzollernfamilie regt sich Protest

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Gegen einen langfristigen Deal der Stadt St. Goar (Rhein-Hunsrück-Kreis) mit dem Hohenzollernclan regt sich Widerstand. Einwohner des Städtchens am Mittelrhein sammeln Unterschriften für ein Bürgerbegehren, ihr Ziel ist die Einleitung eines Bürgerentscheids.

Damit soll die Bevölkerung einen Ende Februar gefällten Beschluss des Stadtrats rückgängig machen können. Das Gremium hatte nach hitziger Debatte mit zwölf zu sieben Stimmen grünes Licht für einen von Bürgermeister Falko Hönisch (SPD) eingefädelten Vergleich mit den Nachfahren des letzten deutschen Kaisers gegeben. Darin ist festgehalten, dass die Prinzessin-Kira-von-Preußen-Stiftung ab 2021 für mindestens 77 Jahre von den Eintrittsgeldern für den Zugang zur örtlichen Burgruine Rheinfels einen Euro pro Kopf bzw. 50 Cent bei ermäßigten Tickets erhält. Die Gelder sollen von der Stiftung voll für »Zwecke der Kinder- und Jugendarbeit in St. Goar oder für Kinder und Jugendliche aus St. G...


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