Scherben über Kahla

Der Porzellanhersteller hat Insolvenz angemeldet und will alle Arbeitsplätze erhalten

  • Von Sebastian Haak
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Es ist erst etwa vier Wochen her, da wurde Günther Raithel für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der Mann, der nach der Wende Kahla Porzellan aus einer Insolvenz heraus rettete, erhielt Mitte Februar den »Lifetime Achievement Award« eines internationalen Fachmagazins der Porzellanbranche dafür, dass er sich 1993 dazu entschloss, zunächst die Mehrheit und später zusammen mit seiner Frau Rositta und seinem Sohn Holger das gesamte Unternehmen zu übernehmen, das zu DDR-Zeiten der Kernteil des VEB Feinkeramik war. Ende der 1970er Jahre gehörten 17 Porzellanwerke mit etwa 18 000 Beschäftigten zu dieser Wirtschaftsstruktur mit Stammsitz in Kahla, einer Kleinstadt südlich von Jena. »Dass mir einmal dieser Preis verliehen wird, ehrt mich sehr«, ließ sich Rai-thel damals in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitieren. »Mir ist bewusst, dass es viele andere gibt, die sich um die europäische Porzellanindustrie verdient gemacht haben.«

Der V...


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