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Was Ohnmacht macht

Das Attentat von Hanau und die Psychologie der Gegenwart

  • Von Sara Müller
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.
Der Fokus auf den Einzelnen verschleiert gesellschaftliche Umstände.

Wenn eine »Wahnsinnstat« zu beklagen ist, haben Psychologie und Psychiatrie Konjunktur. Diese Disziplinen sollen dann erklären, »wie so jemand tickt«. Jemand wie jener Mann, der jüngst in Hanau in zwei Shisha-Bars eindrang, um Menschen zu erschießen. Und da solche Personen oft verstanden werden wollen und daher »Manifeste« hinterlassen, sind Ferndiagnosen schnell zur Hand: Psychische Erkrankung in Einheit mit (rassistischer) Verschwörungstheorie, lautet im Fall des Hanau-Attentäters der verbreitete Befund.

So auch in dieser Zeitung (»Mit Verschwörungstheorien Ohnmachtsgefühle bekämpfen«, 22./23.2.): Der Psychologe Sebastian Bartoschek erkannte anhand des hinterlassenen Schrift- und Videomaterials beim Täter »Schizophreniemuster« - ein Verschwörungstheoretiker, der sich von »normalen« Verschwörun...


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