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  • Kultur
  • Volkskammerwahlen in der DDR

Ohne Frauen ist kein Staat zu machen

Petra Bläss leitete vor 30 Jahren die letzten Volkskammerwahlen der DDR

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 12.0 Min.
Das Baby bleibt draußen, wenn die Eltern nicht einkaufen, sondern erstmals frei wählen gehen.

Wie kam es, dass Sie Vorsitzende der letzten Wahlkommission der DDR wurden?

Frau, jung und als Vertreterin des Unabhängigen Frauenverbandes offensichtlich politisch unbelastet - das war wohl das Hauptmotiv dafür, dass mich die Mehrheit der 50 Mitglieder der Wahlkommission zu ihrer Vorsitzenden wählte. Jede der 25 an der ersten freien Volkskammerwahl teilnehmenden Parteien bzw. Organisationen hatte zwei Vertreter*nnen in die Wahlkommission zu entsenden. So auch der Unabhängige Frauenverband, zu dessen Mitbegründerinnen ich im Dezember 1989 gehörte.

Zuvor, im September, gab es einen Aufruf am »Schwarzen Brett« der Sektion Germanistik der Humboldt-Universität, der zu einem Treffen von Frauen einlud, die sich sorgten, dass die Veränderungen in der DDR an uns Frauen vorbeigehen könnten. Meine von mir so hochgeschätzten Professorinnen Eva Kaufmann und Inge Diersen waren dabei, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, Forschungsstudentin...


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