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Die unsichtbaren Opfer

Alexander Isele über das Coronavirus im Globalen Süden

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: 1 Min.
Globaler Süden: Die unsichtbaren Opfer

Es ist eine Zahl, die angesichts der Geschwindigkeit der Ausbreitung des Coronavirus erschrecken lässt: 114 000 Touristen aus 165 Ländern sind allein in den ersten zwölf Tagen des Monats März nach Bali gereist. Die erste Coronatote auf der 5780 Quadratkilometer großen indonesischen Insel war dann auch keine der vier Millionen Einwohner, sondern eine britische Touristin.

Indonesien weist mittlerweile die weltweit höchste Covid-19-Sterblichkeitsrate auf. Dem viertbevölkerungsreichsten Land der Erde droht so eine mehrfache Katastrophe. Die Dunkelziffer an Infizierten dürfte ein Vielfaches der offiziellen Zahlen sein, die 306 offiziell am Coronavirus Gestorbenen nur ein Bruchteil der tatsächlichen Opfer. Nun werden auch die Touristenströme abebben und damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor wegfallen.

Das Coronavirus trifft alle Länder der Welt. Klar ist aber, dass die Länder des Globalen Nordens bei all ihren Schwierigkeiten besser mit der Krise klarkommen werden als die des Globalen Südens. Dort können die Regierungen keine milliardenschweren Rettungsschirme aufspannen. Nach der Kreditkrise 2008 sorgten die G20 noch dafür, dass es zumindest den Anschein hatte, als würde der Rest der Welt nicht vergessen werden. Diese Zeiten haben sich geändert, Schuld daran sind auch die Populisten, die in Ländern des Globalen Nordens regieren.

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