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Grippe-Pandemien 1957 und 1968

Über die Erreger der Grippe-Pandemien von 1957 und 1968 weiß man heute, dass sie durch Rekombination entstanden: Ein Vogelgrippevirus und ein Grippevirus von Menschen infizierten die gleiche Zelle. Die entstandene Hybridform vereinte in ihrem Genom Teile beider Viren. Pandemien, die von einem solchen Subtyp ausgelöst werden, töten zwar viele Menschen, treffen aber schon auf eine gewisse bereits vorliegende Immunität.

1957: Die sogenannte »asiatische« Pandemie nahm in China ihren Anfang. Bei ihr blieb ein vorher entwickelter Impstoff ohne Wirkung, weil mit den häufigen Veränderungen der viralen Gene noch nicht gerechnet wurde. Sie war nach der Spanischen Grippe die zweitschlimmste Influenza-Pandemie des 20. Jahrhunderts mit weltweit ein bis zwei Millionen Opfern. In Deutschland starben daran rund 30 000 Menschen.

1968: Bei dieser Pandemie, wegen ihrer Herkunft Hongkong-Grippe genannt, entstand der heute dominante Influenzatyp H3N2, eine Kombination von Geflügelpestviren mit Influenzaviren, die bereits unter Menschen zirkulierten. Sie gilt als letzte große Grippe-Pandemie, an der bis 1970 weltweit insgesamt eine Million Menschen starben. uhe