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UN-Konferenz zum Weltklima verschoben

Treffen in Glasgow soll nun 2021 stattfinden

Genf. Die für November geplante Weltklimakonferenz in Glasgow wird wegen der Corona-Pandemie auf das kommende Jahr verschoben. UN-Generalsekretär António Guterres betonte am Donnerstag in New York, dass angesichts der eskalierenden Corona-Pandemie die Neuansetzung geboten sei. Bundesumweltministerin Sven-ja Schulze (SPD) äußerte in Berlin ihr Verständnis für die Verschiebung. Eine Konferenz dieser Größe, bei der Vertreter von fast 200 Staaten zusammenkämen und Verhandlungen führten, könne man nicht als Videokonferenz abhalten. Angesichts der Bedeutung der geplanten Beschlüsse betonte Schulze, die Konferenz sei verschoben worden, nicht abgesagt.

Ein genauer Termin für die 26. Weltklimakonferenz mit Zehntausenden Teilnehmern solle zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden, teilte das Klimasekretariat der Vereinten Nationen in Bonn mit. Die Entscheidung für eine Verschiebung sei gemeinsam mit Gastgeber Großbritannien und dem Ausrichter-Partner Italien getroffen worden. Gleichzeitig betonte Guterres, dass die Welt weiter entschieden gegen den Klimawandel ankämpfen müsse. Die dramatische Corona-Pandemie zeige, wie anfällig Länder, Gesellschaften und Volkswirtschaften angesichts existenzieller Krisen seien.

Umwelt- und Hilfsorganisationen warnten die Regierungen davor, im Kampf gegen die Erderwärmung nachzulassen. Unter dem Vorwand des aktuellen Krisenmanagements dürften die Klimaschutzambitionen insbesondere der reicheren Länder nicht leiden, verlangte die Hilfsorganisation Care. Greenpeace lenkte den Blick auf die ökonomischen und finanzpolitischen Antworten auf die Corona-Pandemie: »Wenn nun Konjunkturprogramme aufgelegt werden, um die wirtschaftlichen Schäden der Pandemie wettzumachen, können mit diesem Geld sichere Arbeitsplätze und gleichzeitig eine klimagerechte und nachhaltige Wirtschaft geschaffen werden«, erklärte die Organisation in Berlin.

Auf der zehntägigen Konferenz im November im schottischen Glasgow sollten die Staaten des Pariser Abkommens von 2015 ihre neuen Klimaschutzzusagen vorlegen. Es war auch geplant, Antworten auf die komplizierten Fragen des Emissionshandels zu finden. epd/nd

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