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Fundstücke

denkspiel mit Mike Mlynar

Von Mike Mlynar

Das Gedöns und Geraune um Corona hat eine ähnlich flüchtige Halbwertzeit wie die Interpretationen der Covid-19-Fallzahlen. Eine der vagabundierenden Vermutungen trifft es indes garantiert - dass nämlich »die Welt nach Corona nicht mehr wie die zuvor sein wird«. Allerdings strebt der Erkenntnisgewinn nach Null. Denn die Welt von morgen ist nie die, die sie heute ist und gestern war. Panta rhei.

Unter den kursierenden Prognosen gibt es auch eine, die die »Coronakrise als große Chance« sieht. Dieser schließt sich der Autor gern an. Allerdings nicht mit Blick auf irgendwann, sondern auf hier und heute. Gemeint ist die grandiose Gelegenheit, die so urplötzlich frei gewordene Zeit mit Muße zu nutzen. Denn eins dürfte bei allen gegenwärtigen Sorgen und allem Leid wohl klar sein: So viel verpflichtungsfreie Zeit wie momentan gab es hierzulande nie, und es wird sie nach der Krise noch viel weniger geben.

Sicher ist in besagter Zeit auch Nützliches angesagt; doch vermeintlich sinnfreie Muße ist auch »nützlich«. Langsamkeit schmecken, sich mehr dem Hobby widmen, Hörspiele hören statt Serien gucken, allein spazieren und Gedanken freigeben, alte Platten auflegen, den Tag zu nichts zwingen und sich nicht zum Tag. Der Autor beispielsweise stöberte jüngst in europäischen Zeitungen. Und zwar auf der Suche nach solchen, in denen es Denkspiel-Kolumnen wie die unsere gibt. Er fand sie unter www.newspapersglobal.com und dort mehr Beispiele als gedacht. Hier zwei Fundstücke:

Nummer 1 veröffentlichte der britische »The Guardian« in seiner Wochenrubrik »Pyrgic puzzles«: »Brüche sind echt blöd«, jammert Andy seiner Freundin Candy vor. Bei der Mathearbeit habe er bei einer Aufgabe 1/(p - 1) - 1/p(p - 1) herausbekommen, Phil aus seiner Klasse meint aber, dass sein Ergebnis 1/(p + 1) + 1/p(p + 1) richtig sei. »Letztlich kann wohl nur eins stimmen, oder?«, fragt Andy die Candy. Hat er recht?

Nummer 2 kommt aus Nordmazedonien, »Sloboden Petschat« mit seiner Wochenrubrik »Enigma«: Einbrecher knacken bei Cartier in Paris den Tresor. Um die Klunker verkaufen zu können, müssen sie allerdings einige zerteilen, Wertverlust inclusive. So wurde ein Brillant zweigeteilt, der 11 200 US-Dollar gekostet hatte. Da sich der Wert solcher Steine proportional zum Quadrat ihres Volumens verhält, waren beide Teile zusammen 4200 US-Dollar weniger wert als der Ursprungsklunker. Welches Volumen hatte der kleinere Teil-Stein im Verhältnis zum größeren?

Antworten an spielplatz@nd-online.de oder per Post (Kennwort »Denkspiel«). Einsendeschluss: Mittwoch, 8. April. Absender nicht vergessen, denn wir verlosen zwei Buchpreise separat für die richtigen Antworten auf beide Fragen. Auch Einzeleinsendungen sind möglich.

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