Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Einmal ist keinmal

Jörg Meyer über die Einmalzahlung für Pflegende

  • Von Jörg Meyer
  • Lesedauer: 1 Min.

Pflegekräfte sollen eine Prämie erhalten, um ihre besondere Leistung, die sie unter der Corona-Gefahr erbringen, zu würdigen. Das ist eine gute Nachricht und für die Beschäftigten ein Zeichen der Wertschätzung. Es sind die Beschäftigten in der ambulanten oder stationären Pflege, die das Gesundheitssystem aktuell vor dem Zusammenbruch bewahren und dabei ihre eigene Gesundheit gefährden.

Ohne diese Prämie schlechtschreiben zu wollen: Zum Einmaleins des Tarifgeschäfts gehört das Wissen, dass Einmalzahlungen eine deutlich schlechtere Lösung sind als tariflich festgelegte Einkommenssteigerungen. Einmalzahlungen wirken sich nicht auf die Rente oder auf die Sozialversicherungsbeiträge insgesamt aus. Letztlich zeugt diese Zahlung von Anerkennung für eine Gruppe von Beschäftigten, deren schlecht entlohnte Arbeit so lange als selbstverständlich hingenommen wurde, bis man jetzt in der Krise merkt, wie wichtig ihre Berufe tatsächlich sind.

Es bleibt indes die Forderung, dass sich grundlegend etwas ändern muss. Heißt: Tariflöhne rauf und allgemeinverbindliche Tarifverträge in allen Pflegebereichen - auch endlich in der Altenpflege. Das geht nur unter Bedingungen, in denen die Pflege nicht als Ware angesehen wird, mit der sich Profit erwirtschaften lässt, sondern auch weiterhin als das, was sie ist: eine lebenswichtige Arbeit, die den entsprechenden Stellenwert im gesamtgesellschaftlichen Lohngefüge einnehmen muss.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln