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Der Scheinriese aus Tübingen

Aert van Riel sieht keinen Grund dafür, Boris Palmer eine große Bühne zu bieten

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: 2 Min.
Corona und soziale Folgen: Der Scheinriese aus Tübingen

Die Zeit von Boris Palmer bei den Grünen läuft ab. Seine Parteiführung will den Tübinger Oberbürgermeister nicht mehr unterstützen. Das ist nach den neuesten Äußerungen Palmers nachvollziehbar. Er hatte behauptet, dass möglicherweise Personen in der Coronakrise gerettet werden, obwohl sie »in einem halben Jahr sowieso tot wären«. Das ist menschenverachtend. Der Südwestdeutsche verbreitet seit langer Zeit auch in anderen Bereichen gefährliche Behauptungen. So bezeichnete er Asylbewerber als »Risikogruppe« und ließ in seiner Stadt Listen über »auffällige« Geflüchtete anlegen.

Palmer hat es mit seinen schrillen Thesen in Talkshows geschafft und gibt große Zeitungsinterviews. Bei diesen Gelegenheiten wird so getan, als ob er ein bedeutender Politiker wäre, der sich zu großen bundespolitischen Fragen äußern sollte. Dabei ist Palmer ein Scheinriese. Obwohl die Grünen nirgendwo so gut dastehen wie in Baden-Württemberg und dort die Regierung anführen, hat er keinen herausgehobenen Posten in der Landespolitik. Früher wurde Palmer mysteriöserweise als möglicher Kronprinz von Ministerpräsident Winfried Kretschmann gehandelt. Damit ist es nun offensichtlich endgültig vorbei und es gibt keinen Grund mehr, Palmer eine große Bühne zu bieten. Provokation lässt sich gut verkaufen, aber nur gute Argumente bringen die politische Debatte voran. Solche hatte Palmer noch nie zu bieten.

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