Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Die Klötze müssen bewegt werden

Stefan Otto freut sich über Leerstand in den Shopping-Malls

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: 2 Min.
Corona und soziale Folgen: Die Klötze müssen bewegt werden

Wenn es einen Gewinner der Coronakrise gibt, dann sind es zweifelsohne Amazon & Co. Onlinehändler sprangen in die Bresche, als der Einzelhandel heruntergefahren wurde, und haben einen Schub erfahren. Auch Shoppingcenter sind davon betroffen. Längst sind sie keine Selbstläufer mehr. Der Bedarf an Malls ist gesättigt, heißt es in einer Studie des Ehi-Retail-Instituts. Mittlerweile gibt es auch dort signifikanten Leerstand. Sollen diese Klötze eine Zukunft haben, müssen sie grundlegend verändert werden. Bislang sind Malls abgeschottete Orte - annähernd fensterlos, nur mit Ein- und Ausgängen versehen, sind sie in sich geschlossen, als wollten sie die Konsumenten aufsaugen. Das wird sich ändern müssen. Sie müssen an die Quartiere angebunden werden, Orte auch für die lokale Infrastruktur wie etwa Bibliotheken sein, müssen Treffpunkte werden.

In einer solchen Entwicklung läge auch eine Chance für Innenstädte, die ebenso unter Leerstand leiden. Auch sie brauchen mehr Lebensqualität. Wenn Straßenzüge kultureller und weniger vulgärkapitalistisch werden, dann können sie mit ihren kleinen Läden durchaus eine Alternative zu den Centern am Stadtrand sein. Das Potenzial für eine Renaissance haben sie. Denn auch das zeigt die Coronakrise: Es gibt einen Drang, wieder nach draußen zu gehen in die Stadt, um es sich dort gut gehen zu lassen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln