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Das Gefühl, dass da etwas gesteuert wird

Aus Briefen und Mails an das »nd« sprechen Verunsicherung, Ablehnung - und auch Nachdenklichkeit

  • Lesedauer: 13 Min.

Im Mainstream angekommen

Ihr habt euch endgültig mit dem Speech der Mainstream-Medien solidarisiert und beteiligt Euch an der Untergrabung der Meinungsfreiheit. Ich bin selbst erwachsen genug, um zu entscheiden, was ich lesen möchte. Die »Verschwörungstheoretiker«-Theorie ist ein Produkt der CIA, um unliebsame Meinungen zu diskreditieren. Hoch lebe das Imperium und seine Diktatur. So hoch, dass keiner mehr da rankommt. Aber wenn es runterfällt, möge es in tausend Teile zerschellen. Übrigens, die Märchen der Brüder Grimm feiern neue Urständ. Und ihr gehört dazu.
Jürgen Karsten, Berlin

Irritiert und empört

Im »nd« stoße ich in letzter Zeit immer wieder auf den Begriff »Verschwörungstheoretiker«, meistens mit dem Beiwort »rechts« versehen. Das irritiert mich nicht nur, es empört mich außerordentlich. Ist den Autoren des »nd« nicht bewusst, dass es sich um einen Kampfbegriff handelt, der immer dann benutzt wird, wenn es darum geht, andere, abweichende Meinungen zu diffamieren und deren Vertreter mundtot zu machen? Anstatt sich mit den anderen Ansichten zu befassen und erst dann zu bewerten, wird hier indifferent verurteilt.

Das schreibe ich Ihnen als Leser des »nd«, der diese Zeitung seit über 60 Jahren abonniert hat und der auch zukünftig nicht mit Stirnrunzeln und Ärgernis die Lektüre beginnen will.
Horst Sylvester, Hennigsdorf

Es gibt nicht die eine Wahrheit

Machen Sie es sich nicht zu einfach, alle, die eine andere Meinung zu Corona und den überzogenen Maßnahmen haben, als uns in den Massenmedien eingetrichtert wird, einfach in die rechte Ecke zu stellen? Ich denke schon!

In einer Demokratie, die Deutschland ja sein will, muss man damit leben können, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, und man muss sich halt damit auseinandersetzen. Aber den Andersdenkenden einfach zu verteufeln, ist ja auch einfacher, als mal über dessen Meinung nachzudenken und sich damit auseinanderzusetzen.

Den sogenannten freien Journalismus gibt es doch in Deutschland überhaupt nicht. Wie kann es denn sein, dass alle Zeitungen, alle Fernsehsender und alle Rundfunksender wortwörtlich das Gleiche berichten, egal bei welchem Thema, nicht nur bei Corona, sondern generell? Das Gefühl, dass da etwas gesteuert wird, kann man da doch niemandem verdenken, oder?
I.-Ch. Bothe, Illerbeuren

Schade um dieses Land

Es wäre schön, wenn auch die Medien endlich wach werden und Redakteure anfangen, Fragen zu stellen. Schade um dieses schöne Land, schade um Meinungsfreiheit, Demokratie und Aufrichtigkeit.
Andrea Meissner, Potsdam

Wo die Linken hingehören

Man kann zu den Verschwörungstheorien stehen, wie man will. Da eine Bewertung der Zahlenbasis kaum einen anderen Schluss zulässt, als dass die Epidemie vorbei ist, sollte entsprechend gehandelt werden. Statt hier über Rechte zu hetzen und über Medien, die sich in anderer Weise mit der Thematik auseinandersetzen als der Mainstream, sollte mal fundiert darüber berichtet werden, was gerade in unserem Land abgeht.

Insbesondere da der Protest der angeblich progressiven Kräfte in unserem Land zurzeit völlig fehlt, fallen wohl die Rechten da auf, wo die Linken eigentlich hingehören - auf die Straße, um ihre Grundrechte zu verteidigen und dem Gebaren der Politik Einhalt zu gebieten.
Friedhelm Klee, Leipzig

Vielleicht mal Querfront

Ein Gedanke zur Querfront: Meinen Sie, Rechtsextremismus und Antisemitismus und im Übrigen auch Linksextremismus werden sich jemals auflösen, wenn diese von der »Gegenseite« bis in alle Ewigkeit selbst in diese Schubladen gesteckt werden und dies oft zu Unrecht und haltlos? Vielleicht sollten alle Seiten sich mal von der Vergangenheit trennen, die wir ständig vor Augen geführt bekommen. Hinter jedem Menschen steht eine Geschichte. Denken Sie wirklich, ein Rechter wird seine Meinung ändern, solange alle gegeneinander kämpfen? Vielleicht versuchen wir es mal mit der Querfront, alles andere hat nicht besser funktioniert!

Ach ja, Stichwort Krieg: Wann wurde die Bevölkerung, außer vor dem Zweiten Weltkrieg, gefragt, ob sie einverstanden ist? Das entscheiden wohl bis heute Regierungen eigenmächtig. Oder werden wir wirklich gefragt, ob wir mit Bundeswehreinsätzen einverstanden sind?
Michel Lindner, Dollerup

Instrumentalisierte Krise

Verschwörungstheorien liefern zumeist einfache, plausible, geschlossene Erklärungen, die den vermeintlichen Feind sichtbar machen. Bekämpft man ihn, kommt man ins Handeln. Und kann so dem Gefühl des Ausgeliefertseins, der existenziellen Verunsicherung und Perspektivlosigkeit scheinbar entkommen. So weit, so verständlich. Sich dazu noch bei einer Demo in großer Gemeinschaft zu bewegen, verstärkt diesen Effekt, setzt aber zugleich die kritische Auseinandersetzung mit der verbindenden Verschwörungsidee außer Kraft. Wir sollten uns dessen bewusst sein, wenn destruktive Kräfte eine Krise auf diese Weise politisch instrumentalisieren.
Ruth Frey, Berlin

Wer profitiert?

Der Angstfaktor der Coronakrise wurde von den westlichen Mainstream-Medien mit methodischer Hysterie angeheizt. Das heißt nicht, dass die Gefährlichkeit des Virus oder der verheerende Schaden, den es weltweit anrichtet, ignoriert werden sollten. Der ökonomische Unsinn, der teilweise im Namen von Corona betrieben wird, ist doch meistens, aber in der Bundesrepublik mit Sicherheit, größer als die Gefahr, die vom Virus selbst ausgeht. Man muss sich jedoch fragen, wer hiervon profitiert.

Und was kommt danach? Nach der Krise wird sich vieles ändern, nichts wird so sein, wie es einmal war. Die Pandemie und ihre Folgen stellen einen Bruch mit der Normalität dar, sozial, politisch und vor allem ökonomisch. Die Corona-Hysterie ist der vielleicht letzte Versuch der Mächtigen, der Finanzelite, eine direkte, längst überfällige soziale Revolution abzuwenden.
Istvan Hidy, Stuttgart

Den Herrschenden untergeordnet

Ihnen scheinen der Abbau der Grundrechte und die Negierung des Grundgesetzes egal zu sein. Sie diffamieren Menschen, die sich dagegen einsetzen, als »Verschwörungstheoretiker«. Die CIA hat diesen Begriff in die Welt gesetzt und verbreitet, um kritische Geister mundtot zu machen. Dass das »nd« sich immer wieder dafür missbrauchen lässt, entsetzt mich. Und dass sie einen Menschen wie Ken Jebsen auch noch als rechts bezeichnen, zeigt mir, dass Sie sich der herrschenden Meinung, die die Meinung der herrschenden Klasse ist, unterordnen.
Roswitha Clüver, per E-Mail

Wie Protest gegen den Winter

Es ist fast lustig und zugleich ernst, was sich als heldenhafter Widerstand gegen Corona-Beschränkungen auftut. Niemand käme auf die Idee, gegen den kalendermäßig fälligen Winter zu protestieren. Corona ist keine wechselnde Jahreszeit, aber ein der Natur nicht ohne unser Zutun entspringendes Krankheitsvirus. Gefährlichste und eher harmlose Viren verbreiten sich jährlich; ärmste Länder trifft es oft tödlich, was uns kaum mehr als eine kurze Zeitungsmeldung wert ist. Als Corona nur Chinas Tragik war, was hörten wir da nicht von Freiheit? Als das Virus zu uns gelangte, schwere Krankheitsverläufe auftraten, als Virologen, Wissenschaftler Alarm schlugen, änderte sich die Lesart.

Die Einschränkung der Grundrechte ist seither ein großes Problem. Wo Freiheit als Rücksicht verstanden wird, auch als Vorsicht und Vorbeugung, wo notwendige Einschränkung vermittelt wird, machen die Menschen mit. Wenn aber Unsinniges und Verschwörerisches verbreitet werden, kommen sich viele verarscht vor, vermuten fremde Mächte und folgen Rattenfängern. AfD und Co. können sich die Stimmung leicht nutzbar machen, wenn jede Wirtschaftsbranche und jeder Landesfürst im Eigeninteresse Krisengewinne erstreben.
Roland Winkler, Aue

Die Maske als Folter

Der Staat nimmt sich mit Verkündung der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes das Recht zur Folter heraus. Für nicht wenige ist es gelinde gesagt schon eine seelische Herausforderung, an allen Orten Maskenträgern zu begegnen. Masken auch noch selbst tragen zu müssen, geht noch mehr als einen Schritt weiter. Niemand sollte sich wundern, wenn irgendwer irgendwann irgendwo die Beherrschung verliert. Aber dann will es vermutlich wieder mal keiner gewesen sein, der zu viel an der Schraube drehte.'
Rolf Berg, Dobbertin

Die Rechten wollen Dominanz

Was die Corona-Demonstrationen betrifft, ist es in der Tat ein Problem: Sie werden von den Rechten, der AfD im Besonderen, zunehmend unterwandert. Nur: Können wir verhindern, dass AfD-Vertreter zum Beispiel Gedenkveranstaltungen zum Holocaust oder Feierlichkeiten anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus beiwohnen, wie in Müncheberg in diesem Jahr geschehen? Eine verbale Attacke meinerseits gegen die AfD-Abgeordneten der Stadt am Gedenktag für die jüdischen Opfer wurde auch unter meinesgleichen differenziert aufgenommen.

Die AfD nutzt öffentlichkeitswirksam jede Gelegenheit, aktuell beim Corona-Thema, auch bei Themen, die Linke auf die Straße bringen, zum Beispiel die Russland-Politik der Nato, um Dominanz zu erringen, sichtbar zu werden. Umso wichtiger ist es, demokratisch gesinnte Menschen gegen rechte Bestrebungen zu mobilisieren, egal, wo sie sich politisch verortet sehen. Die Linke allein wird dies nicht schaffen, sie ist einfach zu schwach.
Dr. Dietmar Barkusky, Müncheberg

Leserinnen und Leser zur nd-Berichterstattung über die Corona-Proteste

Veröffentlicht in der nd-Commune vom 30. Mai 2020

Als Angehöriger der schweigenden Mehrheit Ihrer Leser bedanke ich mich für den Artikel »Die große Verschwörung«. Berichten Sie weiter sachlich und kritisch.
Prof. (em.) Frank Richter, Chemnitz

Was, wenn die an die Macht kommen?

Mir machen die Verschwörungstheoretiker und »Experten« so langsam Angst. Was, wenn die an die Macht kommen? Und wenn jemand ausgerechnet das »nd« fragt, welchen Grund man habe, Bill-Gates-freundlich zu berichten, auweia. Wohl kaum eine andere Zeitung steht weniger im Verdacht, Bill Gates nach dem Munde zu reden.
Markus Hagel, per E-Mail

Das ist Qualitätsjournalismus

Mit der Ausgabe vom 19. Mai hat das »nd« wieder gezeigt, wo es steht: auf der Seite links denkender und überlegt links handelnder Menschen, die in einer komplexen und komplizierten Situation klaren Kurs bewahren. Das ist Qualitätsjournalismus, und ich bin von ganzem Herzen froh, dass er im »nd« eine Heimat hat.
Bernd Friedrich, Leipzig

Kritisiert - und relativiert

Endlich kommen im »nd« auch Skeptiker und Kritiker zu Wort. Doch Wolfgang Hübners Artikel relativiert und diskriminiert diese Stimmen wieder. Durch die Blume werden Kritiker in die rechte Ecke gestellt, weil Rechte die jetzige Situation ausnutzen. Wenn fast alle Staaten das Gleiche tun, ist das kein Beweis für die Richtigkeit ihrer Maßnahmen. Es scheint ein straff organisiertes Chaos zu herrschen. Zwangsläufig lernende und suchende Politiker und Mediziner, die Fehler eingestehen und einen eingeschlagenen Weg verlassen, wer kennt sie?
Harald Fensterer, Artern

Es beginnt die Zeit der Scharlatane

Mein Eindruck? Die Zahl der Menschen, die nur noch schwer zufriedenzustellen sind, nimmt zu. Das liegt auch daran, dass die Unterschiede bei den Einkommen zunehmen. Dass Lebensentwürfe scheitern und gerade in Deutschland von der Politik viele Versprechen nicht gehalten werden. Was tun, wenn politische Bewegungen wenig Vertrauen bekommen? Es beginnt die Suche nach Erlösung. Es beginnt die Zeit der Scharlatane. Werden ganz schön schwer, die nächsten Jahre.
Hans Jürgen Langmann, Marl

Grundgesetz mit Füßen getreten

Für mich gibt es in dieser Frage keinen Diskussionsbedarf. Wenn Polizisten gegen Demonstranten vorgehen, die die Wiederherstellung des Grundgesetzes, also der verfassungsrechtlichen Grundlagen dieses Landes einfordern, dann wurde und wird das Grundgesetz mit Füßen getreten. Niemand, auch nicht die Innenministerkonferenz der Länder, hat das Recht, sich über das Grundgesetz hinwegzusetzen. Die Coronakrise und die ganze Diskussion darüber ist nur eine Ablenkung von der Verletzung des Grundgesetzes.
Jürgen Karsten, Berlin

Weit von der Realität entfernt

Die ganze Menschheit steht vor einer gewaltigen Herausforderung, und die heißt: Bewältigung einer Pandemie unter den Herrschaftsbedingungen des Kapitalismus. Ich finde, dass die Berichterstattung des »nd« berechtigt und richtig ist. Viele meiner Freunde - und das sind nicht alles ehemalige DDR-Bürger - meinen, dass die Regierung richtig gehandelt hat.

Menschen, die meinen, dass ihre »Freiheit« eingeschränkt wird, sind offensichtlich weit von den weltweiten Realitäten entfernt. Eigentlich können wir von Glück reden, in einem Land zu leben, das in der Lage ist, schnell zu reagieren. Und das war nicht in allen Fällen die Regierung, sondern die plötzlich zu »Helden« gemachten Menschen, die unmittelbar mit der Krankheit konfrontiert wurden. Oder die vielen Helfer, die notwendig waren, um andere zu schützen.
Achim Wahl, per E-Mail

Ein Präzedenzfall?

Man muss nicht eine »Gesundheitsdiktatur« wittern, um zu sehen, dass die Corona-Pandemie Begehrlichkeiten der Exekutive geweckt hat, die umso größer werden, je weniger Widerstand es dagegen gibt. Dass der massivste kollektive Grundrechtseingriff in der Geschichte der Bundesrepublik ohne angemessene gesetzliche Grundlage auf Basis einer Generalklausel erfolgen konnte, könnte sich für den zukünftigen Umgang mit Krisensituationen als Präzedenzfall erweisen. Ist es nicht die Aufgabe einer kritischen Presse, derartige Fragen zu problematisieren?
Gregor Kritidis, per E-Mail

Unbeirrt weitermachen

Weil ich kein Mediziner bin, kann ich die Gefahr durch Covid-19 nicht einschätzen. Rein gefühlsmäßig kann ich die Maßnahmen der Regierung nicht nachvollziehen. Deshalb verlasse ich mich auf die gut recherchierten Informationen der Qualitätsmedien, zu denen ich das »nd« zähle. Zumal das Blatt ausgewiesenermaßen zu den kritischen in unserem Land zählt. Machen Sie in diesem Sinne unbeirrt weiter!
Eckard Dürr, Neuendettelsau

Zum Glück eine Naturwissenschaftlerin

Trotz einer völlig anderen politischen Meinung bin ich heilfroh, dass zurzeit an der Spitze unserer Regierung eine Naturwissenschaftlerin steht, die die Virologen und/oder Epidemiologen und deren mathematische Programme vom Grunde her versteht.
Dr. Ute Müller, Leipzig

Lügen entschieden entgegentreten

Jeder kann in Deutschland von seiner Versammlungs- und Meinungsfreiheit Gebrauch machen. Allerdings gehört es auch dazu, Lügen und Verschwörungstheorien entschieden entgegenzutreten. Die Vorwürfe mancher Zeitgenossen gegenüber »nd« sind nicht nachvollziehbar, denn die Berichterstattung ist objektiv und sachgemäß.

Geht man den Protagonisten der Verschwörungstheorien auf den Leim, kann daraus eine Gefahr für die demokratischen Grundrechte von Andersdenkenden erwachsen. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn von deren Anhängern verbale und gar tätliche Angriffe auf die Presse ausgehen.
Andreas Meißner, Dresden

Von wegen Mainstream

Ich werde mein normales nd-Printabo auf ein Soliabo erweitern. Allen Mitarbeitern vom Abo-Service, in den Redaktionsstuben bis zu den Zustellerinnen ein Danke für ihre hervorragende Arbeit! Ich bin froh, dass es eine Zeitung von Ihrem Format gibt. Von wegen Mainstream!
Jirko Gronau, Berlin

Die unverfälschte Lehre

Unser Dank gilt Wolfgang Hübner für seinen wahrhaft wegweisenden Artikel, der letzte Zweifel an den jüngsten gesellschaftspolitischen Maßnahmen der Regierung beseitigte und uns dazu bewog, ab sofort der klugen und weitsichtigen Politik unserer Kanzlerin und der Ministerpräsidenten uneingeschränktes Vertrauen entgegenzubringen, ausschließlich die reine und unverfälschte Lehre des Robert-Koch-Instituts und der Klassiker der Virologie zu vertreten, jeglichen Verschwörungstheorien konsequent entgegenzutreten, zu sogenannten Hygienedemonstrationen mindestens 1,5 Meter Abstand zu halten sowie staatsbürgerlich bewusst in öffentlichen Räumen Nase und Mund zu bedecken, um uns und andere vor dem Entweichen kritischer Äußerungen zu schützen.
Dres. Petra und Reinhard Frank, Eisenach

Es gibt genügend Debatten

Ein gerüttelt Maß Demut vor den menschlichen Fähigkeiten zur Einsicht in solche Prozesse und zur Beherrschung von solchen komplexen Zusammenhängen wie dem Umgang mit dem Coronavirus tut not. Gleichzeitig sollte man aufmerksam bleiben, schauen und berichten, wo Gemeinwohl unter die Räder kommt. Und welche Konflikte, Kriege, Nöte und Ereignisse gleichermaßen relevant sind neben diesem »Hauptthema«.

Mir ist auch unwohl dabei, wie sich Stimmungstendenzen abzeichnen. Wie manifest sind diese wohl? Dennoch stelle ich fest, es finden in dieser Zeitung und in anderen Medien genügend Debatten darüber statt, welche gesellschaftlichen sowie Eigentums- und Machtverhältnisse dringend der Änderung bedürften.
Karin Weitze, Cottbus

Was passiert nach den Lockerungen?

Viel wichtiger als all die Diskussionen und Proteste ist für mich die Frage: Was passiert nach der Lockerung der Einschränkungen? Wollen wir so weiter leben wie bisher? Werden sich die gleichen Menschen, die jetzt für ihre Grundrechte demonstrieren, dafür einsetzen, dass es anders wird, dass unsere Ressourcen verschwendende, auf Ausbeutung anderer Menschen (vor allem des Südens) ausgerichtete Spaßgesellschaft verändert wird? Da habe ich meine Zweifel.
Sylvelin Pauligk, per E-Mail

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