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Hilft der selbst gemachte Mundschutz wirklich?

  • Lesedauer: 3 Min.

Auskunft geben Sebastian Lemmen, Infektiologe an der Uniklinik Aachen, und Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der Deutschen Krankenversicherung (DKV):

Wie ziehe ich die Maske richtig an und aus?

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) rät, sich vor dem Anziehen die Hände gründlich mit Seife zu waschen. Erreger, die man eventuell an den Händen trägt, können so nicht die Innenseite der Maske kontaminieren. Auch nach dem Ausziehen der Maske ist es ratsam, sich die Hände zu waschen.

Wie trage ich die Maske, und wie oft kann ich sie tragen?

Die Maske sollte Mund und Nase abdecken und eng an den Wangen anliegen, damit möglichst wenig Luft an den Seiten eindringen kann. Empfohlen wird, die Maske abzusetzen oder auszutauschen, wenn der Stoff durchfeuchtet ist.

Der selbst gemachte Schutz kann beliebig oft getragen werden. Die Maske regelmäßig zu wechseln, habe mehr ästhetische als gesundheitliche Gründe. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rät allerdings, die Maske nach einmaligem Tragen zu reinigen.

Wie reinige ich die Stoffmaske am besten?

Die Träger sollten die Stoffmaske nach jedem Gebrauch waschen. Um Keime abzutöten, sind mindestens 60 Grad Celsius mit einem Vollwaschmittel in der Waschmaschine zu empfehlen. Wer nicht ständig die Maschine anschalten möchte, kann die Maske auch mindestens fünf Minuten lang in kochendes Wasser legen. Manche Virologen raten auch zum Bügeln: Hier ist darauf achten, dass der Stoff und die Nahtstellen richtig heiß werden. Sind nach dem Waschen Risse oder Beschädigungen zu erkennen, ist die Maske nicht wieder zu verwenden.

Welcher Stoff eignet sich für eine Maske?

Die Maske soll dazu dienen, Tröpfchen abzufangen, die wir beim Sprechen, Lachen, Husten oder Niesen ausstoßen. Grundsätzlich gilt: Je dichter der Stoff, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass kleine Tröpfchen hindurch gelangen.

Helfen die Masken wirklich?

Die meisten Experten gehen davon aus, dass ein Stoffstück vor Mund und Nase vor allem ein Fremd- und kein Selbstschutz ist. Wenn zwei Leute einen Mundschutz tragen, sind beide geschützt. Laut dem Robert Koch-Institut kann das Tragen von Masken zu einer weiteren Verlangsamung der Ausbreitung beitragen. Abstands- und Hygieneregeln gelten aber weiterhin. Der Stoff kann Schutz vor größeren Tröpfchen bieten und Schleimhautkontakt mit kontaminierten Händen verhindern. Für die selbst gemachten Masken gibt es keine Normen, entsprechend gibt es keine nachgewiesene Schutzwirkung. Laut Robert-Koch-Institut filtern die selbst gemachten Masken vermutlich weniger Tröpfchen als etwa der mehrlagige medizinische Mund-Nasen-Schutz.

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