Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Proteste nach brutalem Tod von George Floyd auch in Deutschland

Mehrere tausend Menschen beteiligen sich an Demonstrationen und Mahnwachen gegen Polizeigewalt und Rassismus

  • Lesedauer: 2 Min.

Berlin. Der gewaltsame Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in den USA hat auch Proteste in Deutschland ausgelöst. In Berlin zogen am Sonntag nach Angaben der Polizei in der Spitze rund 1500 Teilnehmer durch Kreuzberg, um gegen Polizeigewalt zu demonstrieren. Bereits am Samstag hatten etwa 2000 Menschen vor der US-Botschaft in Berlin protestiert. In München beteiligten sich am Samstagabend bis zu 350 Menschen an einem spontanen Demonstrationszug, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Unter den Demonstranten in Berlin-Kreuzberg waren auch Familien und Kinder. Sie zeigten Plakate mit Slogans wie »I can't breathe, Justice for George Floyd« und »Being black is not a crime«. Der Protestzug ging vom Mehringdamm zum Hermannplatz. Am Südstern gab es eine Zwischenkundgebung. Zuvor war bereits ein »Gedenkmarsch gegen rassistische Polizeigewalt in den USA« zum Brandenburger Tor gezogen, laut Polizei schlossen sich rund 200 Menschen an. Beide Kundgebungen waren von Privatperson angemeldet worden, die mit deutlich weniger Teilnehmern gerechnet hatten.

Die Protestzüge in Berlin verliefen friedlich, auch in München gab es keine Zwischenfälle. In der bayerischen Landeshauptstadt trugen die Menschen Plakate, skandierten Sprechchöre und zogen am US-Konsulat vorbei. »Bis auf eine Beleidigung gegenüber einem Polizeibeamten kam es zu keinen weiteren Vorkommnissen«, hieß es im Polizeibericht.

Für Pfingstmontag war eine weitere Demonstration am Brandenburger Tor geplant, unter dem Motto »Say their names - Mahnwache gegen Polizeigewalt in den USA und weltweit«. Eine Privatperson hatte 20 Teilnehmer angemeldet.

George Floyd war vor einer Woche nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota gestorben. Einer von vier beteiligten Beamten hatte dem 46-Jährigen minutenlang sein Knie in den Nacken gedrückt. Wiederholtes Bitten und Flehen des Schwarzen, ihn atmen zu lassen, ignorierte der Beamte. Der gewaltsame Tod hat schwere Ausschreitungen in den USA ausgelöst. Agenturen/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln