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Coronasicher ans Mittelmeer

Nur weil Mitte Juni die weltweite Reisewarnung fällt, ist Covid-19 nicht weg. Gute Corona-Infos gehören daher zum A und O, um wieder gesund heimzukehren. Ein Überblick. Von Tinga Horny

Noch steht uns nicht die ganze Welt offen, ja, noch nicht einmal die Hälfte, aber 29 Staaten sind zumindest ein Anfang. Denn Nordsee hin, Ostsee her - viele Menschen wird es allein wegen der Temperaturen in den Süden ziehen. Doch wer jetzt gen Süden reist, sollte sicherheitshalber wissen, wie die Lage vor Ort ist. So lässt sich das persönliche Corona-Risiko besser einschätzen.

Als Erstes hilft der Blick in die Zeitung, in diese beispielsweise. Oder man sucht sich seriöse Quellen wie die Webseiten der Johns Hopkins University oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dort lassen sich die Infektionszahlen aller Länder ablesen. Zugleich zeigen Pfeile oder Kurven an, ob die Zahlen steigen, fallen oder gleich bleiben. Länder mit steigenden Infektionsraten sind als Reiseziel zu meiden.

Dennoch gilt es abzuwägen. Laut WHO steht zum Beispiel Griechenland mit kaum elf Millionen Bürgern und 3068 Fällen sowie 183 Toten (11.6.) ziemlich gut da. Die Frage ist indessen, ob man im Falle einer schweren Erkrankung gern in einem griechischen Krankenhaus behandelt werden möchte: Seit der Finanzkrise 2008 wurde das griechische Gesundheitssystem kaputtgespart. Da hilft es zu wissen, dass zumindest Kreta gut mit Krankenhäusern - auch privaten - versorgt ist. Wer sich jedoch auf den kleineren Inseln aufhält, hat keine Garantie auf sofortige Hilfe.

Auskunft über Ärzte und Krankenhäuser bieten im Ausland die deutschen Botschaften und Konsulate. Zudem gibt die Website des Außenministeriums unter dem Stichpunkt »Gesundheit« einen groben Eindruck von der ärztlichen Versorgung des jeweiligen Landes. So hält das Auswärtige Amt die Krankenhäuser in der Türkei - staatliche, vor allem aber private Hospitale - nahezu mit deutschen vergleichbar. Die großen Urlauberzentren um Alanya, Side, Belek oder Antalya sind gut auf ihre ausländische Klientel eingestellt. Das Auswärtige Amt bietet zugleich an, sich vor einer Reise auf seiner Website zu registrieren, um im Krisen- oder Notfall genau zu wissen, wo sich deutsche Staatsangehörige befinden.

Jeder, der wissen will, wie das Gesundheitssystem des Gastlandes funktioniert, kann sich bei der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland (DVKA) detaillierte Merkblätter über die einzelnen Staaten herunterladen.

Selbst wer Versicherungen gegenüber skeptisch eingestellt ist, sollte in der jetzigen Lage eine Auslandsreiseversicherung in Betracht ziehen. Die kostet nicht viel und gilt für alle Länder, für die keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes besteht. Allerdings lohnt es sich, vor dem Abschluss nachzufragen, ob die Police Covid-19 einschließt. Da die WHO diese Infektion zur Pandemie erklärt hat, sind die Reiseversicherungen nicht verpflichtet, die Kosten für damit zusammenhängende medizinische Behandlungen zu tragen. Hiesige Anbieter haben aber ihre Bedingungen meist nicht geändert und übernehmen bei Covid-19 die Kosten einer medizinischen Behandlung im Ausland.

Der Vorteil einer Auslandsreiseversicherung ist zudem, dass sie Info-Apps oder Hotlines anbietet, die konkret bei der Suche nach einem deutschsprachigen Arzt beziehungsweise einem geeigneten Krankenhaus helfen und im äußersten Notfall - falls nötig und möglich - den Rücktransport in die Bundesrepublik organisieren.

Überall andere Regeln

Was die Corona-Sicherheit in Hotels betrifft, so dürfen sich Urlauber freuen: Wegen der Abstandsregeln, die mittlerweile weltweit Standard sind, gibt es weniger Gedränge - weder im Hotel noch am Strand. Wer Urlaub mit Veranstaltern wie TUI, FTI, DER Touristik gebucht hat, kann größtmöglichen Seuchenschutz und Hygienekonzepte erwarten. Kontaktloser Online-Check-in, Aktivitäten ohne engen Kontakt und erweiterte Öffnungszeiten der Hotelanlagen gehören zu den Maßnahmen, ebenso eine Verdichtung der Reinigungsabläufe oder beispielsweise Körpertemperaturmessung am Eingang.

Zu guter Letzt kann auch der Blick auf die Internetseiten der jeweiligen Verkehrsämter nicht schaden, um zu erfahren, wie man am Reiseziel mit der Pandemie umgeht. Denn jedes Land hat seine eigenen Regeln. So verlinkt die Seite des kroatischen Verkehrsamts auf die Bestimmungen des Tourismusministeriums, das zum Beispiel jeweils maximal 15 Personen pro 100 Quadratmeter Wasserfläche (Meer oder Pool) erlaubt sowie einen Abstand von 1,5 Metern je Gast beziehungsweise Kleingruppe am Strand. Malta fordert einen Social-Distancing-Abstand von zwei Metern überall (Strand, Warteschlange), untersagt Spa-Anwendungen und verlangt von Hotels und Lokalen die stündliche Desinfizierung von Stellen, die häufig angefasst werden. Griechenlands Behörden wiederum gestehen im Pool jeder Person fünf Quadratmeter Fläche zu und erlauben bei Hoteltransfers einem Auto mit fünf Plätzen nur einen Gast, mit sieben Sitzen zwei und mit neun Plätzen drei Insassen.

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