Werbung

Türkei greift kurdische und jesidische Gebiete an

Iraks Armeeführung verurteilt Angriff als »provokatives Verhalten«, das gegen die Souveränität des Landes verstoße

  • Lesedauer: 1 Min.

Istanbul. Die Türkei hat kurdische und jesidische Siedlungsgebiete im Nordirak angegriffen. Kampfjets hätten Höhlen zerstört, in denen PKK-Mitglieder Unterschlupf gesucht hätten, die Höhlen seien über ihnen eingestürzt, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am frühen Montagmorgen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. In den sozialen Medien kursierten Videos von völkerrechtswidrigen Bombardierungen auf Überlebende des IS-Genozids in Sinjar und im Flüchtlingscamp Mexmur.

Die Operation »Claw-Eagle« (Adlerkralle) richte sich unter anderem gegen Ziele in den Kandil-Bergen nahe der iranischen Grenze - rund 100 Kilometer südlich der Türkei. Zudem würden Stellungen in Hakurk, Zap und Avasin-Basyan angegriffen.

Iraks Armeeführung verurteilte die Angriffe als ein »provokatives Verhalten«, das gegen die Souveränität des Landes verstoße. 18 türkische Jets seien teils bis fast 200 Kilometer in den irakischen Luftraum eingedrungen, hieß es in einer Erklärung. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln