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Kurze Zündschnur

MEINE SICHT: Martin Kröger erlebte zuletzt gewalttätigen Coronafrust

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: 1 Min.

Es ist heftig, was das Pochen auf die Einhaltung der Corona-Vorschriften bei einigen Menschen auslöst. Bei einem Kneipenbesuch in dieser Woche geriet ein Gast einer Kreuzberger Lokalität in Rage, nur weil er von der Wirtin gebeten wurde, auf dem Weg zum Klo eine Maske zu tragen, sodass er beim Rausgehen einen vollen Bierhumpen auf den Autoren dieser Zeilen und seine Tischnachbarn warf - die Splitter des Geschosses verletzten einen der Getroffenen am Bein. Garniert wurde der Gewaltausbruch noch mit homophoben und frauenfeindlichen Sprüchen. Bei einigen Menschen scheinen die Corona-Vorschriften ordentlich die Sicherung durchbrennen zu lassen - die Zündschnur ist extrem kurz.

Der Coronafrust treibt nicht nur dubiose verschwörungstheoretische Zusammenhänge auf die Straße, sondern äußert sich auch immer stärker im Alltag. Wer hat es noch nicht erlebt, dass ein Kunde eines Supermarktes oder ein Fahrgast im Öffentlichen Personennahverkehr, die keine Maske tragen, in die Luft geht, wenn er auf die Maskenpflicht hingewiesen wird? Wie jede Krise bringt auch die Coronakrise zwar viel Positives hervor, an dieser Stelle sei auf die große Solidarität der vergangenen Monate verwiesen. Aber bei manchen kommt auch das schlimmste, aggressive Verhalten zum Vorschein.

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