Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Pleiteliga Dax

Kurt Stenger über die Folgen der Wirecard-Insolvenz

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.
Wirecard: Pleiteliga Dax

Der Dax wird gerne als die erste Börsenliga in Deutschland bezeichnet. Hier tummeln sich die 30 »größten« Konzerne des Landes - Unternehmen mit stabilen Umsätzen und ohne groß spekulativem Charakter. So sollte man meinen. Der Finanzdienstleister Wirecard belehrt mit seinem Rekordabsturz nun auch den letzten Aktienfan eines besseren. Noch nie hat ein aktuelles Dax-Unternehmen so rasant an Börsenwert verloren und noch nie hat eines Insolvenz angemeldet. Wobei man fairerweise hinzufügen muss, dass der Immobilienfinanzierer HRE in der Finanzkrise vom Staat vor der Pleite bewahrt wurde.

Es ist sicher richtig, wenn jetzt die staatliche Finanzaufsicht sowie die Wirtschaftsprüfer am Pranger stehen, die das Fehlen von Milliardensummen trotz früher Hinweise nicht bemerkten. Doch es geht auch um die Verantwortung der Börse, deren Lobbyisten sich jetzt als Opfer krimineller Machenschaften hinstellen, gegen die keine noch so strenge Regulierung gefeit sei. Diese Sicht ist fahrlässig, denn der Ruf des Finanzstandortes Deutschland ist jetzt völlig zurecht ramponiert.

Es gab ein krasses Marktversagen, denn das bis heute recht kleine Unternehmen Wirecard wurde dank eines Fintech-Hypes zum reinen Börsengiganten hochspekuliert. Der Kursabsturz wird auch Normalbürger mit Lebensversicherungen oder Pensionsfonds treffen. Die Börse muss daher jetzt strenger reguliert werden, auch wenn dies deren Geschäfte stört.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln