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Molly unterwegs

Wir Bürohunde sehen uns als tierische Sozialarbeiter

Für so ziemlich alles auf dieser Welt gibt es einen Ehrentag - selbst die Jogginghose hat einen. Den internationalen Tag des Bürohundes gibt es auch. Begangen wurde er in diesem Jahr am 26. Juni.

Das ist eine gute Gelegenheit mal einen hündischen Blick auf die Sache zu werfen. Denn wenn man über Bürohunde liest, geht es - wer hätte es gedacht - um das Wohlbefinden von Menschen. Hunde sollen dem Burn-out-Syndrom entgegenwirken, die Atmosphäre entspannen, sie können bekuschelt und verwöhnt werden, heißt es da.

Manchmal möchte man meinen, Menschen halten Bürohunde für Kuscheltiere. Dabei können wir auch ganz anders: Hackenbeißen, bellen, bis die Ohren taub sind, Mülleimer ausräumen, zu jeder unpassenden Gelegenheit auf die Tastatur springen oder Leute umrempeln.

Bürohund zu sein, ist für uns ein Job. Es gibt Anforderungen an unsereinen, es gibt passende und unpassende Eigenschaften, und das ganz ohne Rassestandard. Richtig: Wir treiben keine Schafe zusammen, stellen kein Wild und schützen keine Herde. Wir sind die Sozialarbeiter unter den Hunden.

Eine Ausschreibung könnte wie folgt lauten: Bürohund (m/w/d) gesucht: Du bist aufgeschlossen Menschen gegenüber? Du nimmst es gelassen, wenn um dich herum wüste Hektik und schlechte Laune ausbricht? Du versuchst nicht jeden zu verbellen, der in die Nähe deines Menschen kommt? Hackenbeißen liegt dir völlig fern? Du lässt dich gerne anfassen und bist bereit, das eine oder andere sinnlose Kunststück vorzuführen? Du kannst dich auch in schwierigen Situationen untadelig verhalten? Dann bist du der richtige Hund für uns!

Doch mal Spaß beiseite: Es kann schon zu unangenehmen Verwicklungen für alle Bürohunde führen, wenn die sonst so untadelige Dogge Pippilotta einen schlechten Tag hat und voller Überzeugung den Chef anknurrt - bei einem Mops würde das niemand ernst nehmen.

Aufgeschrieben von Ulrike Kumpe

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