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+++ Zahlen & Fakten +++

  • Lesedauer: 3 Min.

Gut 40 Prozent aller Neueinstellungen sind befristet

In Deutschland sind branchenübergreifend rund 40 Prozent aller Neueinstellungen befristet. Im dritten Quartal 2019 wurde diese Quote mit 42,6 Prozent sogar noch übertroffen, wie aus der Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Von den 2,74 Millionen in diesem Zeitraum geschlossenen Beschäftigungsverhältnissen waren 1,17 Millionen befristet.

Von befristeten Verträgen sehr stark betroffene Branchen sind unter anderem der Kraftfahrzeugbau (62,5 Prozent), der Kunst- und Unterhaltungsbereich (63,9 Prozent) sowie der Bereich Erziehung und Unterricht (66,1 Prozent).

Überdurchschnittlich viele Befristungen gibt es auch im Maschinenbau und in der Textilienherstellung. Im Baugewerbe waren hingegen nur gut 15 Prozent der Verträge befristet. Die Angaben des Ministeriums beziehen sich auf die Gesamtbeschäftigung in den Betrieben. Auszubildende, Praktikanten oder Teilnehmer an freiwilligen sozialen Diensten wurden nicht berücksichtigt, wie es hieß.

Angaben zur Befristungsdauer und Vertragslaufzeiten machte das Ministerium in seiner Antwort nicht. Wie die Linksfraktion unter Berufung auf das Statistische Bundesamt mitteilte, hatten allerdings 2018 mehr als die Hälfte (55,5 Prozent) der befristeten Verträge eine Laufzeit von maximal einem Jahr. Weitere 21,2 Prozent der Verträge liefen ein bis zwei Jahre.

Steigende Zahl der Einkommensmillionäre

Die Zahl der Einkommensmillionäre in Deutschland steigt. Im Jahr 2016 hatten knapp 22 900 aller erfassten Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen Einkünfte von mindestens einer Million Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren knapp 1700 Steuerpflichtige mehr als 2015. Rund 102 000 Steuerpflichtige zahlten den sogenannten Reichensteuersatz von 45 Prozent. Dieser galt 2016 bei Jahreseinkommen ab 254 447 Euro (bzw. ab 508 894 Euro bei gemeinsam veranlagten Personen).

Den Angaben zufolge betrug das Durchschnittseinkommen der Einkommensmillionäre 2,7 Millionen Euro. In Hamburg hatten zwölf von 10 000 unbeschränkt Einkommensteuerpflichtigen Jahreseinkünfte jenseits der Millionengrenze. In Sachsen-Anhalt war es dagegen nur ein Steuerpflichtiger von 10 000.

Insgesamt erzielten die 41,1 Millionen Steuerpflichtigen 2016 Einkünfte in Höhe von 1,6 Billionen Euro, das waren 69 Milliarden Euro mehr als 2015.

Lohnfortzahlung für Eltern verlängert

Der Bundestag beschloss eine Verlängerung der Lohnfortzahlung für Eltern, die wegen der coronabedingten Kita- und Schulschließungen nicht arbeiten können. Jedes Elternteil kann diese für zehn statt bisher sechs Wochen in Anspruch nehmen, Alleinerziehende bis zu 20 Wochen.

Der Anspruch auf die Lohnfortzahlung gilt auch tageweise, etwa wenn die Notbetreuung in der Kita nicht an allen Wochentagen zur Verfügung steht. Die Anspruchsdauer verlängert sich entsprechend.

Nach einer Regelung im Infektionsschutzgesetz bekommen Eltern eine Lohnfortzahlung von 67 Prozent des Nettoeinkommens bis zu einer Grenze von 2016 Euro im Monat, wenn ihre Kinder wegen der Schließungen von Kitas und Schulen nicht betreut werden. Die Lohnersatzleistung gilt für Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren und für Eltern behinderter Kinder, unabhängig vom Alter, also auch dann, wenn diese schon erwachsen sind. Damit wird berücksichtigt, dass während der Krise viele Tageseinrichtungen geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet sind. Agenturen/nd

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